3DNow Galaxy - Artikel




Alone In The Dark IV



Genre: Horror
Hersteller: Infogrames

Autor: Gawain, Gawain@mail.ie

September 2000

Systemanforderungen laut Hersteller:

Pentium II 300 MHz (oder höher)
64 MB Arbeitsspeicher (RAM)
400 MB freier Speicherplatz auf der Festplatte für die Installation
und 100 MB zusätzlicher Speicherplatz während des Spielens
DVD- oder 4fach-CD-ROM-Laufwerk
Tastatur und Maus
OpenGL-fähige Grafikkarte mit mindestens 8 MB Speicher
DirectX 8-kompatible Soundkarte
Microsoft Windows 95, 98, ME oder 2000


Kurz die Geschichte:

Einem Wissenschaftler ist es nach jahrelangen Experimenten gelungen ein Tor in die Welt der Geister zu öffnen.
Durch dieses Tor entweichen schattenartige Wesen, die nur in der Finsternis existieren können.
Wenn man ein Zimmer betritt, sollte man möglichst schnell den Lichtschalter suchen und das Licht anmachen, da dadurch die meisten Schattenwesen verschwinden.
Aber genau das ist ja das Schöne im Spiel: Diese Wesen entstehen in Dunkelheit und so reicht manchmal sogar Dein eigener Schatten aus um ein solches Ungeheuer erscheinen zu lassen.
Daher sollte man stets die Waffe schußbereit halten, denn ein scheinbar leerer Raum braucht nur einige dunkle Stellen um der Geburtsort für Monster zu sein.

Die Story ist sehr komplex.
So muß die Bedeutung von Schriftzeichen auf Steinen (ähnlich wie die Runen) gefunden und entziffert werden.
Der "verrückte" Wissenschaftler hat scheinbar eine Art Liebe für diese Schatten-Wesen entwickelt.
Er selbst ist in seinen Kindheitserinnerungen hin- und hergerissen zwischen seinem Vater, der die Geisterwelt fürchtete, und seinem Großvater, der sie bewunderte und das geheime Wissen bzgl. des Tores in die Geisterwelt kannte.

Es gibt im Grunde zwei Ziele:

1. Überleben !
2. Das Geheimnis der Geistwerwelt lösen und das Tor schließen.



Das Spielgeschehen:

Als ich das Spiel zum ersten Mal startete, dachte ich, es sei nur ein weiterer Clone von Resident Evil.
Und zunächst bestätigte sich auch meine anfängliche Vermutung: Nach dem Intro erscheint in der Tradition von Resident Evil das Wahlmenü, wo man einen der beiden Charaktere als zu spielende Hauptfigur wählen kann.

AlineZur Auswahl stehen die hübsche rothaarige Aline und Edwardder tollkühne Privatdetektiv Edward.

Je nachdem ob man sich für Aline oder Edward entschieden hat, beginnt man das Spiel auf dem Dach des "Spukhauses" oder im Garten.
Als erstes gilt es den Partner zu finden und dann mit allen Mitteln zu versuchen am Leben zu bleiben, denn im Gegensatz zu den Vorgängern, wo vereinzelt mal hier mal dort ein Monster auf seine ahnungslosen Opfer lauerte, streifen nun ganze Monsterhorden durch die Gegend und sie wollen nur eins - frisches Menschenfleisch. Doch man ist darauf bestens vorbereitet: Ein großes Arsenal an Waffen, angefangen mit einer Pistole über Gewehre bis hin zu schwerem Geschützt, wartet darauf gefunden und eingesetzt zu werden.



Bis hierhin stimmen die Spiele Resident Evil und Alone In The Dark IV überein.
Doch das Spiel bietet mehr: Die Atmosphäre ist um einiges stimmungsvoller als bei Resident Evil.
Beispielsweise stehen die Monster nicht einfach in der Gegend herum, um sofort abgeschossen zu werden.
Vielmehr halten sie sich in dunklen Ecken, hinter Gebüschen und unter Treppen versteckt, um dann plötzlich den Spieler anzuspringen.
Alone In The Dark ist kein Spiel bei dem man wild durch die Gegend rennen sollte.
Es empfiehlt sich Schritt für Schritt, mit gezogener Waffe in der einen und eingeschalteter Taschenlampe in der anderen Hand, die Gegend zu erforschen und dabei immer bereit zu sein das Feuer auf alles, das sich bewegt, zu eröffnen.

Neben dem "Monsterabschlachten" geht es auch darum einige Rätsel zu lösen und mit dem Partner koordiniert vorzugehen.
Neben der Taschenlampe gehört auch das Funkgerät zu der Grundausrüstung.
Oft lassen sich manche Rätsel nur gemeinsam mit dem Partner lösen.



Zur Technik:

Das Spiel wurde für die PSX Konsole entwickelt und bietet standardmäßig nur die Auflösung 640x480 an.
Es gibt allerdings eine Programm, mit dem man die Auflösung auf bis zu 1600x1280 erhöhen kann.
Das betrifft allerdings nur die Spielfigur.
Der Hintergrund bleibt bei allen Auflösungen gleich.

Die Grafik überzeugt durch ein gelungenen Leveldesign und eine gruselige Spielatmosphäre.
Leider verfügt man über so gut wie keine Einstellmöglichkeiten für Grafik und Sound.
Bei meiner Voodoo III ist alles etwas zu dunkel und der Kontrast ist zu schwach.
Selbst wenn ich den Kontrast und die Helligkeit des Monitors bis zum Maximum aufdrehe, sieht es noch zu dunkel aus.
Abhilfe schafft die Taschenlampe, die einen kreisförmigen Bereich hell erleuchtet.
Glücklicherweise funktioniert die Taschenlampe unbegrenzt lang, ohne daß ein Batteriewechsel nötig ist.
Was für die Grafik gilt, findet auch beim Sound seine Gültigkeit: Außer der Lautstärke und der Stereokanäle kann man nichts anderes einstellen.
Es wird kein Surround unterstützt, was eigentlich schon zeitgemäß wäre.
Trotzdem hört sich der Stereosound recht gut an und untermalt die gruselige Atmosphäre des Spiels vortrefflich.
Die Steuerung funktioniert über Tastatur oder Joypad, wobei letzteres wegen dem Konsolencharakter des Spiels zu empfehlen ist.
Leider wurde auch ein anderes Manko von der Konsolenwelt in die PC Version übernommen.
Man kann nur begrenzt oft den Spielstand speichern, da bei jedem Speichern sogenannte "Speicherbänder" verbraucht werden und diese nicht gerade im Übermaß in der Gegend verstreut sind.

Wenn das Spiel zu schwierig für euch ist, werdet ihr entweder den Cheatmodus oder den Trainer zu schätzen wissen.
Der Trainer muß im Hintergrund laufen und erlaubt folgende Cheats:

Taste F10 = unbegrenztes Leben
Taste F11 = unbegrenzte Speicherstände
Taste F12 = unbegrenzte Munition

Um den Cheatmodus der Entwickler freizuschalten, müßt ihr unter "Eigenschaften der Desktop-Verknüpfung" den Zielpfad um folgenden Eintrag ergänzen: WIZARDMASTER
Jetzt startet ihr das Spiel und findet im Inventar eine neue Option "Cheat-Modus".
Es gibt einen God-Mode, alle Waffen und Gegenstände und die Möglichkeit den Level zu wechseln.



Die Performance des Spiels:

Obwohl der Hersteller einen Pentium II 300 MHz und eine 8 MB OpenGL-Grafikkarte als Mindestanforderung angibt, gelang es mir das Spiel auch auf einem weit schwächeren Pentium II 233 MHz mit einer 4 MB AGP Grafikkarte (16 MB AGP Texturing Size) problemlos zum Laufen zu bringen.
Das Spiel lief sogar auf einem so schwachen System recht flüssig und stabil.
Selbst mit einem auf 200 MHz untertakteten K6-2 war das Spiel noch spielbar.
Lediglich die Videos ruckelten unerträglich.
Hier reicht auch kein K6-2 550 MHz um sie ruckelfrei abzuspielen.
Erst auf einem K6-3 kann man von halbwegs flüssigen Filmen reden.
Auf einem K6-2 unter 500 MHz kann man die grausigschönen Videos leider nicht genießen und sollte sie mit einer Betätigung der Leertaste überspringen.



Fazit:

Fans von Horrorspielen à la Resident Evil werden mit Alone In The Dark einen Heidenspaß haben.
Meiner Meinung nach ist Alone In The Dark das beste Spiel seiner Art und stellt alles bisher dagewesene in seinen Schatten.
Es macht einfach Spaß durch dieses riesige Haus zu gehen und neue Räume zu erfoschen.
Manchmal hat man einen Korridor schon einmal durchsucht und nichts gefunden und plötzlich tauchen aus dem Schatten mehrere Kreaturen auf und bringen einen gehörig ins Schwitzen.

Man sollte genügend MediKits bunkern und das Speichern zwischendurch nicht vergessen.
Das ist dann auch der schwerwiegendste Kritikpunkt - die Beschränkungen beim Speichern der Spielstände.
Es bleibt zu hoffen, dass es einen Patch geben wird, der dieses Problem beseitigt.



Meine Bewertung:

Grafik: 8
Spielidee: 9
Level-Design: 8
Sound & Musik: 8
Steuerung: 9
Performance: 10 / 2 (Spiel / Videos)

Insgesamt: 9



Ein paar Bilder:

Edward beim FunkenAline mit Taschenlampe
Aline in Aktion
Eines der vielen Monster

Um ein bestimmtes Bild zu vergrößern, darauf klicken.




Anregungen und Vorschläge



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