3DNow Galaxy - Artikel


SmartSurfer: Ein brauchbarer Least-Cost-Router?

Die "günstigsten Internet-Tarife der Galaxie" zu finden, verspricht die Software von Web.de.
Kein Wechseln der DFÜ-Netzwerkverbindung und kein lästiges Konfigurieren der Windows-Einstellungen soll den Benutzer stören.
Kann sie ihre Versprechen halten?
Ich habe mir mal das Programm angeschaut und meine Erfahrungen damit niedergeschrieben.
Downloaden kann man das ca. 1,5 MB große Tool unter dieser Adresse: http://smartsurfer.web.de.


Features von SmartSurfer

Kennt (fast) alle anmeldefreien Internet-by-Call Anbieter und Tarife
Verwaltet auch anmeldepflichtige Anbieter
Sucht vor jeder Einwahl den günstigsten Tarif
Informiert über die Übertragungsgeschwindigkeit der Internet-Anbieter per Quicktest
Erkennt 0190-Rufnummern und warnt vor deren Verwendung
Überwacht die Verbindung zum Internet im Hintergrund
Postfach-Abfrage bei FreeMail
Warnt bei Tarifzeitenwechsel
Liefert Detailinformationen zu allen Anbietern
Sorgt für Kostenübersicht der Einzelverbindungen
Verwaltet Ihre Freiminuten
Einfache und unproblematische Installation
Verbindet automatisch und ohne weitere Einstellungen
Filterfunktion
Übernahme bereits bestehender DFÜ-Einträge
Der SmartSurfer läuft auf allen Windows-Systemen


Setup

Nach der Installation klinkt sich die Software ins DFÜ-Netzwerk von Windows ein.
Bestehende Einträge werden, soweit die Tarife dem Programm bekannt sind, automatisch in das Programm integriert.
Tarife, die eine Anmeldung vorsehen, werden nur übernommen, wenn bereits ein DFÜ-Eintrag vorlag, oder die Anmeldedaten dem Programm mitgeteilt werden.
Die Daten der Anbieter (Tarife, Änderung in der Konfiguration), können entweder automatisch einmal täglich oder auf Wunsch manuell aktuallisiert werden.
Zusätzlich steht ein sogenanter "Expertenmodus" dafür bereit.

Übernahme von bestehenden Einträgen

Übernahme von bestehenden Einträgen

Auf dem rechten Bild sieht man, dass der Tarif von 1&1 dem Programm nicht bekannt ist.
Man hat auch keine Möglichkeit eigene Einträge anzulegen.
Sondertarife oder extra Freistunden können so nicht berücksichtigt werden.

Da eine Anzeige von über 100 Tarifen etwas unübersichtlich wäre, kann man die Auswahl etwas einschränken.

Die Anzeige der Tarife einschränken


Der Betrieb

SmartSurfer nimmt die Anwahl über das DFÜ-Netzwerk selber vor.
Dadurch werden Fehlermeldungen nicht ausführlich angezeigt.
Einzig die lapidare Meldung "Der Verbindungsaufbau zum gewählten Provider ist fehlgeschlagen" erscheint auf dem Bildschirm.
Aus welchem Grund die Anwahl gescheitert ist, sieht man nicht.
Seine Stärken spielt das Tool bei Standardtarifen aus.
Die Auswahl der Tarife ist sehr einfach, auch ungewöhnliche Taktzeiten werden berücksichtigt und auch die Kosten der Verbindung werden exakt ermittelt.
Bei einem Tarifwechsel während der Verbindung, wird eine Warnmeldung angezeigt und ein günstigerer Tarif vorgeschlagen.
Das Programm trent die Verbindung aber nicht selbständig.
Das wäre bei einem Download auch sicherlich nicht gewünscht.
Die Bilder zeigen den Startbildschirm des Programms.
Momentan ist die Programmversion 2.20 aktuell.

Anbieterauswahl

Anbieterauswahl

Man sollte den SmartSurfer nicht direkt über das DFÜ-Netzwerk trennen.
Die Software vergißt, dass man sich bei anmeldepflichtigen Providern bereits angemeldet hat.
Erst ein Neustart behebt dieses Manko.
Sollten Probleme auftreten, ist es einfach die Automatik zu umgehen und selbst einen anderen Provider auszuwählen.


Fazit

Ein echter Least-Cost-Router ist SmartSurfer nicht.
Kommt die Verbindung zum billigsten Anbieter nicht zustande, muß man den nächstgünstigeren Anieter selbst auswählen.
Da das Programm kostenlos ist, wird man als Gegenleistung auf die Startseite bei Web.de geleitet - was allerdings schon fast normal ist.
Da ich mich öfters nur kurz einwähle (um z.B. Mails abzurufen), nervt mich die Startzeit des Programms etwas.
Bei normaler Nutzung sicherlich kein größeres Problem.
Man braucht die Einwahl über SmartSurfer ja auch nicht als Standardverbindung einzustellen.
So startet man das Programm nur auf Wunsch.
Das beste an dem Tool finde ich, ist die Möglichkeit einen schnellen Marküberblick zu bekommen.
Aktuallisiert man die Tarife regelmäßig, kann man in der Tat Geld sparen.
Ansonsten, falls man anmeldepflichtige Tarife nicht scheut, ist die Kombination aus dem Compuserve Office-Tarif mit 1,7 Pfg./Min. tagsüber und dem Tarif Arcor - Nexgo internet by call easy mit einem Preis von 1,9 Pfg./Min. abends vielleicht die günstigste Möglichkeit zu surfen.
Alternativ sei auch auf den Call-by-Call-Tarif von Freenet.de erwähnt.
Bei beiden Tarifen werden keine Grundgebühren erhoben und es wird auch kein Mindestumsatz vorgeschrieben.
Eine kleine Übersicht von Internet-by-Call-Tarifen, also ohne Anmeldung, habe ich hier zusammengestellt.


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Anregungen und Vorschläge


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