3DNow Galaxy - Artikel |
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Autor: Gawain, Gawain@mail.ie Vorwort: Inzwischen erscheinen so gut wie alle neuen Filme auf DVD. Der Umsatz bei DVDs überstieg im Jahr 2001 zum ersten Mal den der VHS-Videocassetten. DVDs haben gegenüber Videocassetten viele Vorteile: Aufnahme mit der Zeit schlechter, da bei jeder Wiedergabe die Bandoberfläche ein wenig an Substanz verliert. Zudem wird die Aufzeichnung durch elektromagnetische Strahlung beschädigt. kapitel zum nächsten innerhalb einer Sekunde springen. Viele DVDs bieten zugleich mehrere Sprachen an, d.h. man kann die Audiosprache und die Sprache der Untertitel nach eigenem Geschmack kombinieren. Doch auch zwei gravierende Nachteile trüben das Gesamtbild der DVD: kosten um die 10 bis 15 Euro. Zudem sind nicht alle Rohlinge mit allen DVD-Recorden kompatibel. Somit ist das Kopieren von DVDs ein teures Vergnügen. Gerade bei DVDs, die man oft verwendet, ist die Erstellung einer Sicherungs- kopie empfehlenswert, denn obwohl die DVD recht solide gebaut ist, kann nur ein Kratzer auf der oberen Seite genügen, um einen Datenverlust zu verursachen. Da DVDs digitale Informationen haben, genügt schon ein kleiner Kratzer um einen Film schwerwiegend zu beschädigen. werden kann. Somit ist es dauerhaft nur mit Hilfe eines Updates der Firmware möglich DVDs aller Weltregionen abzuspielen. Solche Updates sind aber riskant, da bei einem Fehler das Laufwerk nicht mehr funktioniert und die Garantie nicht mehr besteht. Beide Nachteile lassen sich damit beheben, indem man eine DVD mit DVDx in andere Formate konvertiert. Dabei ist es DVDx egal, welche Ländercodes die DVD und das DVD-Drive haben. DVDx bietet gegenüber vielen anderen vergleichbaren Programmen den Vorteil, daß nicht viel freier Festplattenplatz verfügbar sein muß. Die DVD wird nämlich nicht komplett auf die Festplatte gerippt sondern stückchenweise im RAM gerippt und direkt im komprimierten Endformat auf die Festplatte geschrieben. Dabei kann man den Film auf mehrere Dateien verteilen, was nötig ist, wenn der Film z.B. 1000 MB lang wird und man ihn auf zwei CDs verteilen will. Die Formate DVDx bietet drei Möglichkeiten an: VCD, SVCD und AVI-Codecs. Bei VCD handelt es sich um eine VideoCD, die nicht nur auf dem Computer, sondern auch auf VCD-Playern wiedergegeben werden kann. Die Videobitrate beträgt zwischen 650 und 1150 kbits/sec. Das verwendete Format ist MPEG1. Bei DVDx kann man nach Belieben auch Bitrates außerhalb dieses Intervalls benutzen, doch besteht dann die Möglichkeit, daß die erstellte VCD nicht mehr auf den VCD-Abspielgeräten wiedergegeben werden kann. Nutzt man die VCD lediglich auf dem PC, so besteht hier kein Problem. Die Qualität bei VCDs ist akzeptabel. Betrachtet man das Video aus größerer Entfernung auf dem Monitor bzw. Fernsehen, so wird man keine Darstellungsfehler erkennen. Sitzt man jedoch direkt vor dem Monitor, so erkennt man störende Fehler und Pixel... ähnlich wie bei hochkomprimierten JPG-Bildern. Bei der Soundqualität muß man keine Abstriche machen. Die Audiobitrate kann man zwischen 32 und 384 kbits/sec. wählen. Bei den meisten Filmen genügt eine Bitrate von 128 kbits/sec. Lediglich auf das Dolby Suround einer DVD muß man bei VCD verzichten. DVDx bieten zwar die Option Dolby Suround Downmix an, mit der ein virtueller 3D-Klang in Stereo ausgegeben wird, doch kann dies natürlich nicht mit richtem 3D-Sound mithalten. Wer eine bessere Videoqualität haben will, der kann Super VideoCD (SVCD) wählen. Hierbei wird das Format MPEG2 verwendet. Die Videobitrate kann hier bis zu 2600 kbit/sec. betragen. Die visuelle Qualität des Films kann sich sehen lassen: sofern man nicht mit einer Lupe schaut, unterscheidet sich der SVCD-Film nicht von dem einer DVD. Für diese brilliante Qualität zahlt man aber auch einen hohen Preis: Das Video braucht ca. doppelt so viel Speicherplatz wie bei einer VCD. Die meisten Filme lassen sich bei VCD (1150 kbits/sec Video, 128 kbit/sec. Audio) auf 2 CDs unterbringen. Bei einer SVCD (2600 kbit/sec. Video, 128 kbits/sec. Audio) werden mindestens 4 CDs benötigt. DVDx bietet neben VCD bzw. SVCD auch AVI-Formate an. Hierbei können externe Codes für Video und Audio verwendet werden. Am beliebtesten ist der Divx-Codec für Video und der MP3 Codec für Audio. Beide müssen zusätzlich installiert werden und sind nicht Bestandteil von DVDx 1.7. Das Format VCD Im folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf VCD. Bei VCD (und SVCD) bietet DVDx vielseitige Konfigurationsmöglichkeiten. Als erstes sollte man, wie schon oben erklärt, die Video- und Audiobitrate bestimmen. Eine wichtige Konfigurationsmöglichkeit ist die Einstellung zu "Motion Search". Hier kann man zwischen Normal (Fast), Good und High (Slow) wählen. Bei Motion Search handelt es sich um Algorithmen, die die Bewegungen in einem Film suchen. Bei MPEG werden ja nicht in jedem Frame alle Bilddaten gespeichert sondern nur jene, die sich im Vergleich zum vorherigen Frame geändert haben. Dadurch wird kostbarer Speicherplatz gespart. Je besser das Motion Search ist, um so besser ist die Qualität bei Bewegungen. Bei schlechtem Motion Search gibt es eine Art "Bildrauschen" bei Bewegungen (Noise Effect), welches sehr störend ist. Wählt man die Option High (Slow) bei Motion Search, so ist die Wahrscheinlichkeit für Noise Effekte geringer, dafür aber dauert die Konvertierung der DVD in MPEG sehr viel länger. Bei der Option High dauert es nach meiner Erfahrung mehr als doppelt so lange wie bei Normal. Man sollte von Film zu Film die Entscheidung anders treffen. Ich habe bemerkt, daß bei manchen Filmen selbst bei der Option Normal überhaupt keine Noise Effekte auftreten, während bei manch anderen Filmen selbst bei High das Problem nicht behoben werden kann. Mein Tip: Als erstes sollte man 1 Minute der DVD, wo möglichst viele Bewegungen im Film vorkommen, mit der niedrigsten Motion Search Einstellung Normal (Fast) in MPEG 1 konvertieren. Nun sollte man das Ergebnis begutachten. Wenn keine nennenswerten Noise Effekte auftreten, kann man mit gutem Gewissen die ganze DVD mit der Einstellung Normal (Fast) konvertieren. Eine ebenfalls sehr wichtige Einstellungsmöglichkeit ist Calculation. Hierbei geht es nicht um die Qualität des Filmes sondern um die Fragestellung, mit welchen Algorithmen die eingesetzte CPU am effizientesten arbeiten kann. Es stehen drei Optionen zur Verfügung: MMX, MMX + 3DNow, Normal MMX ist für Intel-CPUs (ab Pentium MMX) gedacht, kann aber auch von AMD CPUs (ab K6) eingesetzt werden. MMX + 3DNow ist für AMD-CPUs optimiert (ab K6-2). Normal verwendet lediglich die FPU und verzichtet auf erweiterte Befehlsregister wie MMX, SSE, oder 3DNow. Auf meinem Rechner mußte ich feststellen, daß bei der Option Normal es zu schweren Bildstörungen im Film kam. Woran das liegt, kann ich mir nicht erklären. Bei MMX und MMX + 3DNow konnte ich keine nennenswerten Qualitätsunterschiede feststellen. Auch die Geschwindigkeit ist die gleiche, wie die untere Grafik zeigt. Bei diesem kleinen Vergleich wandelte ich eine 30 Sekunden langen Filmsequenz um. Da frage ich mich, wozu denn 3DNow hier überhaupt gut ist. (Hardware: K6-2+ 550 MHz, DFI P5BV3+ Mainboard mit 1 MB Cache, 288MB SDRAM PC 100, DVD-Toshiba 16x 48x SDM 1612, 10 GB HD) Eine weitere performancerelevante Einstellung ist DTC/iDTC. Zur Auswahl stehen hier MMX (fastest), Integer und FPU (highest quality). FPU führt zwar zur höchsten Qualität, doch ist der Qualitätsunterschied im Vergleich zur MMX-Optimierung sehr gering. Im Alltag empfiehlt es sich MMX zu wählen, da hier die besten Performanceergebnisse erzielt werden. Bei VCD kann es manchmal passieren, daß es zu Problemen bei der Synchronisation von Video und Audio kommt, was sich darin äußert, daß plötzlich das Audio für Momente weg ist. Um dies zu vermeiden, kann man die MUX rate und VBV buffer size erhöhen und dadurch Underflow vermeiden. Dadurch erhöht sich auch der Speicherbedarf für den Film, in der Regel jedoch nicht viel. Hier einige von mir empfohlene Konfigurationen. ![]()
Hardware-Voraussetzungen In der DVDx-Dokumentation, die bei DVDx 1.7 schon dabei ist und für Anfänger sehr empfehlenswert ist, konnte ich keine Angaben zur Hardware finden. Es ist klar, daß ein DVD Laufwerk vorhanden sein muß. Je schneller es ist, um so besser. Dennoch wird bei den meisten Systemen der Prozessor ein viel höheres Gewicht bei der Performance haben als das DVD-Drive. Wenn man viel Zeit hat, reicht auch ein K6-2 300 aus. Wenn man es eilig hat, sollte es schon ein Athlon oder Duron mit SSE-Unterstützung sein. Das SSE bringt beim Resize Filter einen Performancevorteil. Zwar funktioniert DVDx auch mit 32 MB RAM, doch belastet das das DVD-Drive auf Dauer. Da DVDx stückchenweise den Film von der DVD rippt und im RAM konvertiert, werden viele Schritte notwenig sein um bei 32 MB RAM eine DVD zu rippen. Das sich immer wiederholende Beschleunigen und Abbremsen des DVD-Motors kann seine Lebenserwartung verringern. Je mehr Hauptspeicher das System hat, um so mehr wird das DVD-Drive geschont. Fazit DVDx ist mein ultimativer Favorit. Ich kenne keine andere Software, die Benutzerfreundlichkeit, Performance und Stabilität derart gut in sich vereint wie DVDx es tut. Schade ist nur, daß die Unterstützung von 3DNow scheinbar nichts bringt. Trotzdem ist die Performance auch für alte Socket 7 Systeme akzeptabel. Ab der Version 1.8 wurde die Soundkonvertierung verbessert. Download Downloadlinks zu diesem empfehlenswerten Programm findet man bei http://www2.labdv.com/dvdx. Mittlerweile ist die Version 2.2 (Stand März 2003) aktuell.
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