3DNow Galaxy - Artikel

ENMIC 8TCX+ - Layout







Beim 8TCX+ handelt es sich um ein Mainboard im kostengünstigen "4-Layer-Design". Um zukünftige AMD-Prozessoren zu unterstützen, wurde eine dreiphasige Spannungsversorgung vorgesehen.
Laut ENMIC, werden zukünftige Prozessoren mit einer benötigten Stromstärke von bis zu 52 Ampere unterstützt.

Alle wichtigen Einstellungen für die CPU und den Speicher werden im Bios automatisch vorgenommen, oder können im selbigen verändert werden. Auf dem Board befinden sich nur zwei Jumper. Das Layout wirkt dadurch sehr aufgeräumt und kann praktisch als "jumperfree" bezeichnet werden.

Der eine Jumper dient dazu, den Inhalt des CMOS-Bausteins bei Bedarf auf die werksseitigen Einstellungen zurückzusetzen, und der zweite Jumper ermöglicht dem Besitzer den Front Side Bus manuell zwischen 100MHz und 133MHz einzustellen. Wie gesagt: Notwendig ist das nicht, da der erforderliche FSB automatisch erkannt wird. Auch zeigten sich hier, bei der verwendeten Konfiguration, keine Unterschiede in der Performance. Vielmehr ist diese Option beim Übertakten per FSB von Relevanz.
Beim vorliegenden Exemplar war der Jumper, entgegen der Beschreibung im Handbuch, auf 133MHz voreingestellt.
Das lag wohl am Vorserienstatus des Mainboards.
  

Das 8TCX+ im Detail Bild vergrößern (76Kb)

In der Einstellung für einen 100MHz FSB, kann der Takt von 100MHz bis 200MHz in 1-MHz-Schritten verändert werden.
Bei der Voreinstellung für den 133MHz FSB, kann man den Takt zwischen 133MHz und 200MHz anpassen.
Was man dabei beachten sollte, habe ich auf der nächsten Seite unter "Advanced Chipset Features" beschrieben.
Nach dem Auspacken fiel mir auf, dass das Board wirklich groß ist.
Beim verwendeten Big-Tower beträgt der Abstand, zwischen dem letzten DIMM-Sockel (mit Speichermodul) und der Festplatte, ca. 2,5cm. Besitzer eines kleinen Gehäuses sollten vor der Anschaffung auch überprüfen, ob genügend Platz für den Einbau vorhanden ist.

Die Anschlüße für die externen Komponenten (PS/2, USB-Ports, COM-Ports, On-board Sound etc.) sind nach der PC99-Spezifikation farblich gekennzeichnet und sollten bei der Inbetriebnahme keine große Hürde darstellen. Weiterhin stellt das 8TCX+ drei weitere Anschlüße für Lüfter zur Verfügung. Dabei kann die Drehzahl bei zweien - Prozessorkühler und einem Gehäuselüfter - im Bios überwacht werden.
Die Northbridge wird von einem Lüfter von AAVID aktiv gekühlt. Die Position des Anschlußes für den Netzteilstecker wäre evtl. am Rand des Mainboards besser positioniert gewesen. Das Stromkabel ragt etwas in den Luftstrom des Prozessorkühlers.
Noch zu erwähnen wäre der Grafikkartenhalter am AGP-Port. Auch nach einem Transport des Rechners, soll so der korrekte Sitz der Grafikkarte im Slot garantiert sein. Bei der Installation von älteren AGP-Grafikkarten können aber Probleme auftreten.
Erfreulich fand ich die Tatsache, dass alle sechs PCI-Slots auch wirklich nutzbar sind - der Abstand zwischen den Slots ist groß genug. Über die Verteilung der IRQs gibt das Handbuch ausführlich Auskunft. Dazu aber später mehr.



Besonderes Augenmerk legte ich auf das Lüfterumfeld, also dem für die Kühlermontage zur Verfügung stehenden Platz. Der Trend geht deutlich in Richtung größer dimensionierter Kühler. Es wäre ja wirklich schade, wenn das gute Stück nicht passen würde.
Lüfterumfeld    Auf dem Bild kann man auch die vier Bohrungen, um Lüfter per gefederten Abstandhalter direkt auf dem Mainboard zu befestigen, erahnen. Allerdings nutzen diese Befestigungsart noch nicht allzuviele Modelle. Bei dem Gewicht moderner Hochleistungslüftern wäre dies durchaus ratsam.
Die Länge des Kühlkörpers bereitet kaum Schwierigkeiten. Das gilt, solange der Kühlkörper nicht länger als 8cm ist.
Sonst würde der Lüfter der Northbridge im Wege sein.
Die Breite des Kühlkörpers ist schon eher zu berücksichtigen. Hier dürfen es ca. 7cm sein. Falls der Passivkühler breiter ist, könnte er mit einigen Kondensatoren auf dem Mainboard kollidieren.

Der Fühler für die Prozessortemperatur ist mittig im Sockel plaziert und nicht verlängert. Die Temperatur kann so eigentlich nur erraten werden.




Seit einiger Zeit rüstet ENMIC seine Mainboards mit einer Port-80-Diagnosefunktion aus. Über eine integrierte 7-Segment-Anzeige erhält der Anwender Rückmeldungen über den Bootvorgang und den Zustand seines Systems.

Bei auftretenten Fehlern ist so eine erste Diagnose der Lage möglich. Ein Beispiel: Falls man beim Übertakten die CPU überfordert, wird die Nummer 41 angezeigt.
Sehr gut gelungen ist die Beschriftung der Steckerleiste für die verschiedenen LEDs, Reset Taster, An/Aus-Taster usw. Normalerweise schliesse ich generell den An/Aus-Taster erstmal verkehrt an - es ist ja nicht so, als würde ich vor Inbetriebnahme in ein Handbuch schauen. Beim 8TCX+ schaffte ich es auf Anhieb alle Stecker richtig zu montieren.
Gut gefallen haben mir die Halterungen an den IDE-Kabeln, die an den Steckpfosten der IDE-Ports einrasten.

Einen Wunsch hätte ich noch: Ein zweiter Biosbaustein in Verbindung mit einer Technologie wie Gigabytes "Dual-Bios" würde die Austattung sehr gut ergänzen.
   Die LED-Anzeige
Bild vergrößern (55Kb)




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