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AMD: Analystenkonferenz Herbst 2001




AMD: Analystenkonferenz Herbst 2003



Die wichtigsten Aussagen:

Auf der Analystenkonferenz in Sunnyvale hat AMD-Chef Hector Ruiz ausgesprochenen Optimismus an den Tag gelegt.
Man bekräftigte die Aussicht auf den ersten Quartalsgewinn seit dem Jahre 2001.
Die eine Säulen des Geschäfts - Microprozessoren - entwickelt sich zur Zeit erfreulich.

Beim zweiten Standbein - Flash-Speicher - sieht es etwas düsterer aus.
Die Talsohle soll aber durchschritten sein.

Konkret sind die Überlegungen des Unternehmens in Bezug auf die Verkaufsstrategie bei den Prozessoren.
Bei AMD wird man verstärkt versuchen im Server- und Notebook-Geschäft mitmischen zu können.
Im ersten Quartal 2004 wird der Athlon 64 speziell für Notebooks erscheinen.
Ein optimierter Athlon 64 für den Desktop (Codename Newcastle), ein High-End-Notebook-Prozessor mit
Codenamen Odessa und Dublin, ein Chip für sparsame Notebook-Käufer, runden die Modell-Offensive nächstes Jahr ab.


Umstellung auf 0,09µm Fertigung

Weniger gut für AMD wird der Umstieg von der 0,13µm auf die 0,09µm Fertigung laufen.
Auf einer aktuellen Roadmap des Herstellers wurde die Umstellung bei der Produktionstechnologie vom ersten auf das zweite Halbjahr 2004 verschoben.

Infos zur neuen Chipfabrik von AMD

Die Überlegungen zu einer neuen Chipfabrik bei AMD scheinen weiter gediehen zu sein, als ursprünglich angenommen.
Zwar werden noch immer keine definitive Aussagen über den Standort der Fabrik abgegeben, doch scheint der Bau beschlossene Sache zu sein.
Bei der Fertigungsstelle wird es sich um eine Fabrik für 300-Millimeter-Wafer handeln.
Dort werden Chips mit einer Strukturbreiten von 65 Nanometern gefertigt.
Die Fabrik wird nicht allein von AMD betrieben.
Momentan spricht alles für IBM als Kompagnon.

AMD Chief-Scientist Bill Siegel:

"Wir können noch keine Details nennen.
Aber wir haben einen Standort und den Baubeginn festgelegt."


Beim Standort bestanden mehrere Optionen.
Da wären Singapur, der Bundesstaat New York, Austin und Dresden zu nennen.
Wobei hier der Bundesstaat New York gute Aussichten hatte.
Dort arbeiten bereits zahlreiche Entwickler im Rahmen der Partnerschaft mit IBM.
Außerdem werden vom Bundesstaat New York massive Anreize (Subventionen) für Halbleiterunternehmen gewährt.
Höhere Subventionen gab es dann doch in Sachsen und so wurde ein weiteres Werk in Dresden errichtet.
Quelle: ZDNet

Roadmap

Eine neue Roadmap wurde ebenfalls präsentiert:




AMD: Analystenkonferenz Herbst 2001



Die wichtigsten Aussagen:

AMD erhofft sich mit der Hammer-Familie den Taktvorsprung von Intel wieder einzuholen.
Der Prozessor soll eine Symbiose aus Leistung und hohen Taktraten sein.

Laut Jerry Sanders III. ist Microsoft sehr angetan vom "Hammer".
Inwieweit das dann zutrifft, wird man erst in Zukunft sehen, wenn es um den Support durch Microsofts Betriebssysteme geht.

Die Dresdner Fabrik soll nächstes Jahr die volle Fertigungskapazität erreichen.
Das wären dann ca. 5000 Wafer die Woche.
2003 sollen gar 50 Millionen CPUs (0.13 µm) pro Jahr das Werk verlassen (soweit sie jemand kaufen will :-).

Allein der Umstieg auf den 0.13 µm Fertigungsprozess wird AMD ca. 800 Millionen US$ kosten.

Mitte 2003 soll dann der 0.09 µm Fertigungsprozess bei AMD eingeführt werden.
Ziel ist es, mit Hilfe eines Joint-Ventures, den 0.065 µm Fertigungsprozess für 300mm Wafer im Jahre 2005 zu ermöglichen.
25% der Chips sollen dann außer Haus gefertigt werden, wobei hier oft UMC als Partner gehandelt wird.
Außerdem soll auch Flash-Speicher, zusammen mit Fujitsu Ltd., in dieser Fabrik hergestellt.


Desktop Roadmap

Die Zahl steht für das entsprechende Athlon XP Modell bzw. dessen Nachfolger.
Ein Bild der ursprünglichen Roadmap kann man sich hier
anschauen.

Q4 2001 1200 MHz Duron
Q4 2001 M2000
Q1 2002 1400 MHz Duron
Q1 2002 M2200
Q2 2002 M2400
Q3 2002 M2600
Q4 2002 M3400 (Hammer-Familie)
1 Halbjahr 2003 M4000 (Hammer-Familie)
2 Halbjahr 2003 M4400 (Hammer-Familie mit verbessertem Produktionsprozess)

Der Value-Sektor (Duron) in 2002 und danach, wird je nach Bedarf des Marktes bedient.
Duron-MP Prozessoren für Multiprozessorsysteme (Morgan-Core) sollen noch im vierten Quartal 2001 erscheinen.
Samples des Thoroughbred in 0.13 µm werden noch im vierten Quartal 2001 verfügbar sein.
Die Produktion startet dann im ersten Quartal 2001.
Barton, ein Thoroughbred in 0.13 µm und größerem L2-Cache (512KB), soll im zweiten Halbjahr 2002 erscheinen.

Kurz nach dem erscheinen dieser Roadmap, mußte AMD Marktetingdirektor Tim Wright auf der Comdex zugegeben, dass die Tests der neuen Hammer-Prozessoren länger dauern werden, als ursprünglich angenommen.
So wird der Clawhammer, die Desktop-Variante, nun nicht mehr im vierten Quartal 2002, sondern erst zum Jahreswechsel 2002/2003 erwartet.
Die Serverversion "Sledgehammer" sowie die Multi-Prozessor-Variante des Clawhammer sind von Ende 2002 auf das erste Halbjahr 2003 verschoben.

Aktuelle AMD Roadmap
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Mobile Prozessoren

Q4 2001 1300 MHz Duron
Q1 2002 M1800
Q1 2002 1400 MHz Duron
Q2 2002 M1900
Q3 2002 M2200
Q4 2002 M2400
1 Halbjahr 2003 M2800
2 Halbjahr 2003 M3800
(Hammer-Familie mit verbessertem Produktionsprozess - 35 Watt Verlustleistung für M3800 und 25 Watt für M3600)
Die Angaben entstammen dieser Roadmap von AMD.


Die Fertigungstechnologie

Die Fab 30 wird, nach den Angaben von AMD, die Prozessoren wesentlich billiger herstellen können als Intel.
Der Begründung liegt auf der Hand.
Die "DIE-Größe" der Prozessoren wird wesentlich kleiner sein.

Hier ein Schaubild von AMD dazu:

Die Anzahl der Transistoren

Das Bild war leider nicht größer zu bekommen.

Das DIE des Thoroughbred soll beim 0.13 µm Fertigungsprozess nur 80 mm² groß sein und im 0.09 µm Prozess soll sie auf 50 mm² schrumpfen.
Der Clawhammer-S wird in im 0.09 µm Prozess hergestellt und soll 64 mm² groß sein.
So werden 400 DIEs des Clawhammers auf einem Wafer Platz finden.

Da der Clawhammer für kleinere Server, Workstations und High-End Desktop-Systeme gedacht ist, wird es auch eine Variante für größere Server-Systeme geben - den Sledgehammer.
Mit größeren L2-Caches bestückt und wie die Zeitschrift c´t meldete als Doppelprozessor mit zwei Cores pro DIE ausgelegt, werden damit auch Systeme mit bis zu acht CPUs möglich sein.

Daneben wird auch die Fertigungstechnologie verbessert werden.

Verbesserte Fertigungstechnologie bei AMD


Marktanteil und Gewinnaussichten

Laut AMD soll der Marktanteil der Prozessoren bei ca. 22% liegen.
Der Marktanteil bei den Flash-Speichern wird mit 14,5% angegeben.
Wie sich der Marktanteil in den einzelnen Sektionen (Buisness, Education...) aufteilt, kann man sich hier anschauen.
Im zweiten Quartal 2002 will AMD wieder in die Gewinnzone kommen.

Quelle: EBN und AMD





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