3DNow Galaxy - Artikel


CeBIT 2003 Nachlese



Nur ca. 560000 Besucher besuchten die diesjährige CeBIT in Hannover. Ein Jahr zuvor waren es noch 700000 gewesen und so zeigte sich die Krise der IT-Branche auch bei der weltweit größten Messe dieser Art.
Doch die Qualität der Kontakte soll sich verbessert haben und allseits herrschte Zweckoptimismus bei der Branche.
Schwerpunkte der Messe waren die Themen mobile Computer und drahtlose Netzwerke.

Hier eine Zusammenfassung der Meldungen zu AMD, neuen Chipsätzen für AMD-Prozessoren und Grafikkarten.


AMD auf der CeBIT


Aufruf zur engeren Zusammenarbeit

Auf dem ICT Welt Forum auf der CeBIT hat AMD CEO Hector Ruiz in seiner Keynote an Führungskräfte globaler IT-Unternehmen seinen Appell zur engeren Zusammenarbeit erneuert.
Ein auf Kooperation basierentes Geschäftsmodell sollte Einzug halten.
Daneben stellte Ruiz die kommenden 64-Bit-Prozessoren als eine der wenigen echten Innovationen in der nahen Zukunft hin.



ServerBlades mit Opteron Prozessoren gezeigt

Serverspezialist Appro zeigte auf dem Stand von AMD neue HyperBlade-Servercluster und Dual/Quad-Server mit einer Höhe von 1U und 2U, die mit AMDs 64-Bit-Prozessor Opteron bestückt sind. Besonders bemerkenswert an diesen Servern ist die Verwendung handelsüblicher Komponenten der x86-Architektur.
Appro plant Cluster aus bis zu 80 Blades (bis zu 160 Opteron-Prozessoren) in einem Rack auszuliefern.


Modellbezeichnungen der Opteron-Prozessoren

AMD gab die offizielle Nomenklatur, also die Bezeichnung ihrer Server-Prozessoren, bekannt. Bei diesen Prozessoren ist man vom Prozessor-Rating abgekommen, ohne es für den Käufer aber wirklich zu erleichtern.
Eine dreistellige Modellnummerierung wird verwendet werden.

Die erste Stelle in der Bezeichnung drückt den Einsatzbereich der CPU aus:

AMD Opteron Prozessor 100 Serie (Modell 1XX) = 1-Prozessor Server,
AMD Opteron Prozessor 200 Serie (Modell 2XX) = 2-Prozessor Server,
AMD Opteron Prozessor 800 Serie (Modell 8XX) = für 8-Prozessor Systeme und darüber.

Der zweite Teil der Bezeichnung drückt nun die Einschätzung zur Performance aus.
Auch hier wird kein direker Zusammenhang zur Taktrate hergestellt.
Ein Modell 244 wird eine höhere Performance haben als ein Modell 242.
Der langsamste Prozessor wird mit einer 40 starten - AMD Opteron 140.

Das erlaubt AMD noch flexibler Änderungen an der Architektur einfliessen zu lassen.
Ob der Performancezuwachs nun durch einen höheren FSB oder durch eine Taktsteigerung bzw. Verbesserungen an der Architektur selbst erzielt wurde, ist für den Käufer auf den ersten Blick nicht ersichtlich.
Aber gerade da dürfte das in der Pressemitteilung verwendete Beispiel des Modells 224 missverstanden werden. Könnte man diese CPU nicht als 2,4 GHz Prozessor interpretieren?
Bei den Athlon-Prozessoren wird es beim P-Rating bleiben.


AMD überarbeitet seine "Model Number"

2000+, 2200+, die Modell-Bezeichnungen wurden bei AMD seit zwei Jahren mit einer Benchmark-Suite aus einigen Spielen und Anwendungsprogrammen bzw. synthetischen Benchmarks ermittelt. Jetzt ist die Zeit reif für eine Überarbeitung.
Unter anderem soll der SysMark2003 ins Programm der neuen Tests aufgenommen werden.



Zwölf neue Notebook-Prozessoren von AMD

Ein Schwerpunkt der diesjährigen CeBIT sind Themen rund um das mobile "Computern".
Intel zeigte seine Mobil-Prozessoren mit Centrino-Technologie und auch AMD legte nach und begibt sich auf neues Terrain.
Den Markt für Sub-Notebooks bzw. "Thin- and Light-Notebooks" hat man neuerdings im Visier.
Zu diesem Zweck wurden insgesamt zwölf AMD Athlon XP-M-CPUs aus der Taufe gehoben.
Die neuen "Low-Voltage" CPUs der Athlon XP-M Prozessor-Reihe werden in den Varianten 1800+, 1700+, 1600+, 1500+ und 1400+ erscheinen und besonders stromsparend ausgelegt sein.
Eine lange Laufzeit der Notebooks und Gewichtsersparnis durch kleinere Akkus stehen hier im Fokus.
Die in Dresden hergestellten Prozessoren laufen mit einem FSB von 133 MHz (266DDR) und werden in einem Micro-uPGA-Gehäuse verpackt.
Als erster großer Hersteller hat sich Fujitsu-Siemens zu den "Low-Voltage" Prozessoren bekannt und wird ein Fujitsu LifeBook S2000 mit einem Gewicht von
unter 2 Kilogramm anbieten.
An Betriebssystem stehen Windows 2000 Professional, Windows XP Home Edition oder Windows XP Professional zur Auswahl.

Für die normalen Notebooks werden schnellere Mobile-Prozessoren im Angebot sein.
Im zweiten Quartal werden folgende Prozessoren angeboten werden: Athlon XP-M 2600+, 2500+, 2400+, 2200+ und 2000+.
Anbieter wie EPSON DIRECT, Fujitsu Siemens, Sharp und einige andere OEMs werden als Launchpartner von AMD fungieren.


Chipsatzentwickler auf der CeBIT


KT400A soll Abstand zu nForce2 Chipsatz verringern

Unbestritten ist aktuell nVidias nForce2-Chipsatz die schnellste Plattform für den Sockel A.
Diese Tatsache beruht nicht zuletzt auf dem Zwei-Kanal-Speicherinterface des Chipsatzes.
VIA will mittels eines sog. "FastStream64-Speichercontroller" geringere interne Latenzzeiten erreichen und kündigte eine neue Revision ihres KT400 Chipsatzes an.
Dazu wurden der interne "Prefetch-Puffer" erweitert - die gleiche Vorgehensweise wie beim KT266 -> KT266A.

KT400A und neue South-Bridge

Damit soll der VIA Apollo KT400A bei 3D-Anwendungen über 10 Prozent schneller als der KT400 sein.
Standardmäßig wird nun SerialATA unterstützt und VIAs Audio-Kern Vinyl Audio 5.1-Kanal-Surround-Sound integriert.
Beim FSB werden bislang nur 166 MHz offiziell supportet. Dafür darf jetzt auch DDR400 Speicher offiziell eingesetzt werden.
Als South-Bridge werden die VT8237 oder VT8235CE mit 8X-V-Link-Verbindung (533 MByte/s) verbaut, wobei nur die VIA VT8237 South-Bridge alle Features bietet.
Also zwei Serial-ATA-Kanäle, ATA-133, VIA-5.1-Kanal-Sound, bis zu acht USB-2.0-Ports, einen VIA MAC für 10/100-Mbps-Ethernet, PCI-Unterstützung sowie ein MC'97-Modem.
Der KT400A ist pinkompatibel zum Vorgänger und dürfte schon in Kürze auf den aktuellen Mainboards eingesetzt werden.
Wer sich für so ein Board interessiert sollte dementsprechend noch etwas warten.
Die Produktseite bei VIA und die Pressemitteilung.


VIA: ProSavage KN400-Chipsatz

Passend zur Einführung der neuen AMD-Prozessoren kündigte VIA einen neuen Chipsatz an.
Der "Low Power" ProSavage KN400 Chipsatz bietet Unterstützung für die mobilen AMD Athlon XP-M-Prozessoren und DDR400-SDRAM und stellt VIAs Lösung für die
"Thin- und Light-Notebooks" mit AMD-Prozessor dar.
Der FSB kann mit Taktraten von 200, 266 und 333 MHz betrieben werden.
Hauptaugenmerk legte VIA bei der Entwicklung auf eine hohe Video-Qualität z.B. für DVD-Wiedergabe.
Der integrierte Grafikkern UniChrome 2D/3D AGP von S3 Graphics mit eingebauter MPEG-2-Beschleunigung soll dafür besonders ausgelegt sein.
Die Northbridge des KN400 unterstützt DDR200-, DDR266-, DDR333- und DDR400- SDRAM.
Über VIAs 8X V-Link-Interface kann die Northbridge entweder mit der VT8235CE-Southbridge oder der zukünftigen VT8237-Southbridge kombiniert werden.
Mit dem VT8235CE wird Support für 10/100-Fast-Ethernet, Ultra-ATA/133, USB 2.0 und mit dem VIA VinylT AC'97-Audio-Chip auch Sechs-Kanal-Sound geboten.



SiS: Support für FSB 400 beim Sockel A

Von Silicon Integrated Systems (SiS) ist soviel bekannt, dass im April ein überarbeiteter Chipsatz für den nochmals beschleunigten FSB vorgestellt wird.
Ob das nun noch eine Revision des SiS746FX sein wird steht auch noch in den Sternen.



Der K8-Chipsatz von ALi

Nach einer längeren Verschnaufpause meldet sich Chipsatzentwickler ALi mit einem Gespann für die 64-Bit-Prozessoren von AMD zurück.
Der K8-Chipsatz wird aus der M1687 Northbridge und der M1563 Southbridge bestehen.
Hier wird konsequent auf das HyperTransport-Protokoll gesetzt.
Sowohl die 16-Bit-Verbindung mit einer Bandbreite von 6,4 GByte/s zwischen dem Prozessor und der Northbridge, als auch die 8-Bit-Anbindung zwischen der North-
und Sourthbridge wird per HyperTransport-Architektur (theoretische Geschwindigkeit von 1,6 GByte/s im Full-Duplex-Modus) durchgeführt.
Neben dem Support von AGP-8X wird der Chipsatz einen Dual-Channel-IDE-Bus für vier Ultra-ATA/133-Festplatten bieten.
Serial-ATA wurde bei der Southbridge allerdings nicht integriert.
Hier müssen Mainboardhersteller einen zusätzlichen Controller verbauen.
Ansonsten werden bis zu sechs USB-Geräte, 10/100-Ethernet-MAC, 6-Kanal-AC97-Audio, Memory Stick- und Secure-Digital-Support geboten.



Grafikchips auf der CeBIT


Ein paar Infos zu ATIs "Next Generation"

Beim Newsdienst Golem erschien ein sehr ausführlicher Bericht über ATIs neue Grafikkarten inklusive erster Tests der Radeon 9800 Pro.

Demo von ATI
Szene aus der neuesten Demo von ATI

Eine Zusammenfassung:

Im Einsteigerbereich wird die Radeon 9000 Serie durch die Radeon 9200 und die 9200 Pro abgelöst.
Bei Karten unterstützen AGP 8x und sind etwas höher als ihre Vorgänger getaktet.
Eine rein passive Kühlung wird bei der Radeon 9200 möglich sein.
Die Radeon 9200 Pro muß allerdings weiterhin mit einem Lüfter ausgestattet werden.
Dafür soll die bis zu 30 Prozent schneller als eine GeForce4 MX440 AGP 8X sein und dabei DirectX 8.1 Effekte unterstützen.
Außerdem werden die Karten einen VGA-, DVI- und TV-Ausgang haben.
Radeon 9200 Grafikkarten werden ohne DVI-Ausgang auskommen müssen.
Aber das konnten die Radeon 9000 Grafikkarten auch schon.
Genau wie diese werden Modelle mit 64 oder 128 MByte DDR-SDRAM erhältlich sein.
Die Preise werden zwischen 90,- und 170.- Euro liegen.

Eher für uns interessant sind die Radeon 9600 Grafikkarten.
Ab April möchte ATI ihre Mainstream-Modelle erneuern.
Wie mittlerweile von ATI gewohnt werden auch hier eine Pro-Version und eine langsamere und preiswertere Non-Pro-Version erscheinen.
Das soll für höhere Taktraten bei niedrigeren Preisen gut sein.
Diese Grafikchips verfügen im Gegensatz zu ihren 9800er-Geschwistern nur über vier anstatt acht Pixel-Pipelines, zwei anstatt vier Vertex-Shadern und 128 anstelle von 256 Bit Speicheranbindung.
Höhere Taktraten als die Radeon 9500/Pro Grafikkarten schon, aber wo liegt der Vorteil gegenüber den Vorgängern?
Nicht einfach zu erklären.
Die Radeon 9600 wird mit 325 MHz Chip und 200 MHz Speichertakt betrieben (400 DDR).
Eine Radeon 9500 ist mit 275/225 MHz getaktet.
Die Radeon 9600 Pro wird mit 400/300 MHz betrieben.
275/225 MHz sind es bei der Radeon 9500 Pro.
Bei Vertex-Shader-lastigen Software werden diese Grafikkarten langsamer als ihre direkten Vorgängermodelle sein.
Laut ATI dürfte das hauptsächlich bei synthetischen Benchmarks der Fall sein.
Ansonsten entscheidet die Anwendung bzw. das Spiel darüber, welche Grafikkarte nun schneller oder langsamer ist.
Glücklicherweise oder leider gibt es zwischen der Radeon 9600 und der 9600 Pro keine Unterschiede bei der Architektur bzw. beim Layout der Karten.
Nur die Taktraten unterscheiden sich.
Damit wird auch klar, dass hier kein Software- oder Löttrick hilt um eine "9800er" zu ergattern.
Die Chips der 9800er und der 9600er Grafikkarten werden sich klar unterscheiden.
Aber vielleicht finden sich ja wieder einige findige Anwender, die ATI doch austricksen können, oder die aktuellen 9500 Grafikkarten bleiben lange genug am Markt bis die Top-Modelle billiger geworden sind.
Angeboten werden die Karten mit 64 oder 128 MByte DDR-SDRAM und kosten zwischen 170,- und 230,- Euro.
Die Aussagen zur Kühlung und den Anschlüssen für VGA, DVI usw. gelten wie bei den 9200er Grafikkarten.

Respektabel was ATI aus dem betagten 0,15 Mikron-Fertigungsprozess noch herausholt.
Die Radeon 9800 Serie beruht auf einem verbesserten Radeon 9700 Design.
Unter "Smartshader 2.1" faßt ATI die beschleunigten und in der Funktion erweiterten Pixel-Shader zusammen.
Dank eines sog. "F-Buffers" wurde die Limitierung der Pixel-Shader-Instruktionen von ATI komplett aufgehoben (GeForce FX 1024 Instruktionen).
Doch alles über 50 Instruktionen überfordert aktuelle Hardware - ob nun von ATI oder von nVidia. Reines Marketing-Geschwätz.
"SmartShader 2.1" unterstützt nun die DirectX-9-Funktion "Multiple Render Targets", mit dem ein Effekt auf mehrere Objekte oder Teile eines Objekts angewandt bzw. ein berechnetes Objekt mehrmals verwendet werden kann.
Genaue Fließkomma-Berechnungen innerhalb eines Zyklus sowie Fließkomma-Berechnungen auf 3D-Texturen gehören nun bei ATI zur Feature-Liste.
Im März werden die neuen High-End-Grafikkarten von ATI in Erscheinung treten.
Die Radeon 9800 Pro wird mit einem Chiptakt von 380 MHz und einem Speichertakt von 340 MHz (680 DDR) erhältlich sein.
Entgegen ersten Gerüchten wird weiterhin DDR-SDRAM verbaut werden - 128 MByte um genau zu sein.
Bei der Kühlung muß sich ATI noch nichts besonderes einfallen lassen - Kühlkörper und Lüfter.
Durch eine verbesserte Technologie zur Bandbreiten-Optimierung - HyperZ III+ - soll eine Bandbreite von über 22 GByte pro Sekunde möglich sein.
Mit SmoothVision 2.1 hat ATI auch die Kantenglättung optimiert.
Bei hohen Auflösungen sind nun auch 6fach Anti-Aliasing kombiniert mit 16fach anisotrophischer Filterung möglich.
Der Einstiegspreis wird mit rund 460 Euro angegeben - ähnlich wie bei den ersten Radeon 9700 Pro Grafikkarten.
Im zweiten Quartal 2003 (evtl. schon April) kommt auch die etwas langsamere Variante - Radeon 9800 (ohne Pro).
Auch diese Grafikkarte hat 128 MByte Speicher aber niedrigere Taktraten - Preis ca. 400 Euro.
Eine Radeon 9800 Pro 256 MByte DDR2-SDRAM und einem Preis von ca. 580 Euro wird kurz danach erscheinen.
Der Speichertyp wurde aufgrund der Größe und nicht der Performance gewählt.
Wirklich Vorteile hat diese Grafikkarte für Spieler nicht.
Deswegen darf man annehmen, dass diese Grafikkarte ATIs Palette an Workstation-Grafikkarten bereichert.

Einige synthetische Benchmarks konnten die Redakteure von Golem durchführen.
Auf einem Athlon XP 2600+ Testsystem mit 512 MByte DDR400 Speicher und Windows XP Home mußte eine Radeon 9700 Pro Grafikkarte von Guillemot/Hercules gegen die Radeon 9800 Pro antreten. Den Anfang machte der ältere 3DMark2001 SE.
Bei 1024x768x32 führte die neue Grafikkarte um ca. 34 Prozent (14.821 zu 11.077 3DMark).
Unter 1600x1200x32 und bei 4x Anti-Aliasing sind es knapp 28 Prozent.
Der Nature-Test läuft etwa 20 Prozent schneller.
Beim Codecreature-Benchmark von Codecult ist das neue Flaggschiff von ATI um 21 Prozent schneller gewesen (ca. 3600 zu 2980 Punkte).
Nicht ganz so deutlich legt die Radeon 9800 Pro beim neuen 3DMark 2003 zu.
Bei einer Auflösung von 1024x768x32 ohne Kantenglättung liegt die Karte bei 5300 Punkten.
Eine Radeon 9700 Pro erreicht hier ca. 4600 Punkte oder anders ausgedrückt etwa 15 Prozent niedrigere Werte.

Als Partnerfirmen werden die üblichen Verdächtigen genannt z.B. Connect3D, CP Technology, FIC, Gigabyte, Guillemot/Hercules, HIS, Sapphire, Tyan und Club3D.

Dabei möchte Club3D als einer der ersten Anbieter Grafikkarten der neuen Generation auf den Markt bringen und kündigte bereits den Launch von vier Grafikkartenmodelle an.
Genannt werden eine Radeon 9800 Pro, Radeon 9800, sowie eine Radeon 9200 und eine Radeon 9200 Pro.
Ein genaues Datum oder eher Angaben über die Verfügbarkeit der Karten wurden von Club3D nicht veröffentlicht.
Interessant ist die großflächige Kühlung bei den Top-Modellen.
Zwei Lüfter und ein großes Passivelement kühlen den Grafikprozessor und den Speicher der Karte.

Zwei Lüfter kühlen nun das Top-Modell von Club3D

Hier die Produktseite der Radeon 9800 Pro von Club3D.


GeForceFX 5600 und 5200 in Sichtweite

Unter keinem guten Stern lag die Einführung der GeForceFX 5800 und 5800 Ultra Grafikkarten.
Das soll sich mit den GeForceFX 5600 und 5200 Grafikkarten ändern und so darf man auf die Neulinge gespannt sein.
Die Low-End- und Mainstream-Varianten der Grafikkartenserie mit nVidias GeForceFX-Grafikchip wurden jetzt offiziell angekündigt und alle Modelle werden DirectX 9 Effekte unterstützen.
Unterscheiden werden sich die Modelle auch bei nVidia durch die Anzahl der Pixel-Pipelines.
Die GeForceFX 5200- und 5600-Modelle haben vier anstatt acht Pixel-Pipelines wie bei den 5800 Modellen.
Damit werden sie bei aktuellen und älteren Spiele voraussichtlich keine gute Figur abgeben.
Bei DirectX 9 Spielen scheint dies keine so große Rolle zu spielen.
Natürlich werden auch die Taktraten niedriger sein.
Die GeForceFX 5200 wird im 0,15 Mikron Prozess hergestellt und hat eine abgespeckte Architektur.
Ihr fehlt nVidias Bandbreitenoptimierung "Intellisample 2.0" (keine Datenkompression für die interne Datenverarbeitung).
Auch der "nur" 128-Bit breite Speicherbus verheißt nichts Gutes.
Der Chip wird mit 250 MHz getaktet.
Die 128 MByte DDR-Speicher (normaler DDR-Speicher) sollen ohne Aufwand passiv gekühlt werden können.
Eine Taktrate wurde nicht genannt.
Die GeForceFX 5200 Ultra kommt mit einem 325 MHz Chiptakt daher.
Der 128 MByte DDR-Speicher wird ebenfalls mit 325 MHz getaktet sein.
Eine GeForceFX 5600 wird mit 325 MHz Chiptakt und 275 MHz Speichertakt betrieben (128 MByte DDR-Speicher).
350 MHz Chip- und Speichertakt sind es bei der GeForceFX 5600 Ultra.
Von diesem Modell soll auch eine Variante mit 256 MByte Speicher erscheinen.
Der Preis für die GeForceFX 5200 und GeForceFX 5200 Ultra soll zwischen 100,- und 180,- Euro liegen.
GeForceFX 5600 Grafikkarten kosten rund 250,- Euro.
Relativ moderat für die aktuellen Preisvorstellungen von nVidia.
Damit vorbei ist es bei den Preisen für die GeForceFX 5600 Ultra Grafikkarten.
600 Euro stehen da im Raum.
Da dürfte vermutlich das Modell mit 256 MByte gemeint sein.
Ansonsten könnte man sich die Produktion dieser Karte auch gleich sparen.

Einige Benchmarks wurden ebenfalls schon bekannt.
Dabei waren eine GeForceFX 5800 Ultra, eine GeForceFX 5600 Ultra und die Low-Cost-
Lösung GeForceFX 5200.
Dabei zeigte die GeForceFX 5600 Ultra wohl das beste Preis/Leistungsverhältnis.
Passiv wird die GeForce FX 5200 gekühlt.
Für anspruchsvolle Spiele und Anti-Aliasing ist die Grafikkarte eigentlich zu langsam.

Ein Auszug aus dem Test bei Chip Online:

3DMark 2003 - Auflösung 1.024x768x32

GeForceFX 5800 Ultra 5.271 Punkte
GeForceFX 5600 Ultra 2.959 Punkte
GeForceFX 5200 1.399 Punkte

Aquamark - Auflösung 1.024x768x32

GeForceFX 5800 Ultra 98 fps
GeForceFX 5600 Ultra 65 fps
GeForceFX 5200 33 fps

Aquamark - Auflösung 1.024x768x32 mit 4x AA und 8x anisotropische Filterung

GeForceFX 5800 Ultra 57 fps
GeForceFX 5600 Ultra 36 fps
GeForceFX 5200 11 fps

Alles weitere kann man hier nachlesen.

Ab April sollen Grafikkarten mit den neuen GeForce FX Grafikprozessoren von PNY erscheinen.
Daneben werden die nVidia-Partner Abit, AOpen, Asus, Chaintech, Creative, Gainward, Leadtek, MSI und Pine ihr Glück versuchen.


Die Arbeit an leiseren GeForceFX-Grafikkarten

Ein Kritikpunkt an den neuesten Top-Modellen von nVidia ist immer wieder die Lärmentwicklung.
Ein Produktmanager eines Grafikkartenherstellers bezeichnete die Grafikkaten gar als unverkäuflichiches Produkt.
Zumindest in der jetzigen Variante und so arbeiten praktisch alle z.B. Asus an leiseren bzw. alternativen Kühlvarianten.
Auch der Preis für die bisherige Kühlung ist nicht ganz zu verachten.
30 - 40 Euro soll die turbinenartige Kühleinheit der 5800 Ultra kosten.

Auf die Spitze trieb es TerraTec mit ihrer wassergekühlten Mystify 5800 Extrem.
Auf der CeBIT zeigte der Hersteller eine nahezu lautlose und durchaus effektive Wasserkühlung für die GeForceFX.
Dabei wird eigentlich nur der 5800 Grafikchip (keine Ultra-Version) eingesetzt.
Die Grafikkarte läuft dann mit 400 MHz Core- und 400 MHz Speichertakt (800 DDR).
Neben einer kabellosen TV-Lösung liefert TerraTec das bekannte Spiele-Paket (Tom Clancy's Splinter Cell, Gun Metal und Warcraft III).
Heise Online meldet außerdem, dass zusätzlich der Prozessor und die Festplatte gekühlt weden sollen.
Zum Lieferumfang gehören neben der Wasserkühlung inkl. Wärmetauscher, eine Temperaturanzeige und eine Leistungsregelung.
Um die Einleitung der Meldung zu rechtfertigen, soll der Preis nicht verschwiegen werden: 899 Euro.


3D-Chip Xabre II

In einer ausführlichen Dokumentation hat Chip Online die Infos zum nächsten Grafikchip von SiS aufgelistet.
Anfang Juni soll die DirectX9-taugliche GPU offiziell vorgestellt werden.
Nach dem entäuschenden Xabre400 und dem etwas besseren Xabre600 Grafikchip, möchte SiS nun im Bereich der High-End-Grafikkarten mitspielen.
Gefertigt wird die neue GPU im 0,13 Mikrometer Fertigungsprozess bei UMC - die Produktionskosten sind dort niedriger.
Das reicht für einen Chip-Takt von etwa 375 MHz.
Die Grafikkarten werden AGP 8x nutzen, 8 Pixel-Pipelines besitzen und mit schnellem DDR-II-Speicher bestückt werden.
Alternativ kann aber auch kostengünstigerer DDR-I-Speicher verbaut werden.
Damit dürften auch die ersten Grafikkarten mit dieser GPU ausgestattet sein.
Speichertaktraten von 300 bis 400 MHz wurden hierbei genannt.
Mit DDR-II-Speicher dürften Taktraten von 500 MHz und mehr angepeilt werden (jeweils verdoppelt durch DDR).
Einzig die Speicheranbindung per 128-Bit breitem Datenbus dürfte einiges an Performance kosten.
Der anvisierte Preis von unter 200 Euro für eine Xabre II Grafikkarte verlangt eben seinen Tribut.
In einer Bildergalerie werden alle Details und Taktraten zusammengefasst.

Details zum Xabre II
Bildquelle: Chip Online

Im nächsten Jahr wird der SiS 345 mit Support für Vertex- und Pixel Shader in Version 3.0 erscheinen.
Das Herstellungsverfahren und der eingesetzte Speicher sollen aber identisch zum Xabre II sein.


Neue Mobile Grafikchips von allen Seiten

Alle zwei wichtigen Hersteller von Grafikchips für Notebooks stellten im Laufe der letzten Woche neue Produkte vor.
Eine mobile Version des GeForceFX-Grafikchips konnte Grafikspezialist nVidia präsentieren.
Die neue GeForceFX Go-Serie bietet wie die Desktop-Versionen DirectX 9.0 Support und eine PowerMixer 2.0-Technologie genannte Entwicklung.
Die Leistungskraft des Chips wird es dann zur Verfügung gestellt, wenn sich auch benötigt wird. Bei dem Stromverbrauch der GeForceFX-Chips auch kein Wunder.
Zwei Versionen wird nVidia verkaufen.
Den GeForceFX 5200 Go und den GeForceFX 5600 GO für High-Performance Notebooks.
Toshiba wird als erstes Unternehmen in den kommenden Wochen ein Notebook mit der GPU vorstellen.

ATI zeigte einen Ableger des Radeon 9600 Grafikchips für Notebooks.
Der neue Mobility-Radeon-9600-Chip soll die umfangreichste Unterstützung aller Notebookchips in Sachen DirectX9 und Pixel- sowie Vertex-Shader bieten.
Die Grafik-Engine kann die Darstellung von MPEG-2-Videos und Streaming-Formate beschleunigen bzw. verbessern. Intergriert ist auch ein HDTV-Encoder, der die Bildausgabe auf entsprechenden Fernsehgeräten ermöglicht.
Das HDTV-Format ist in Europa allerdings noch nicht verfügbar.
Bei ATI nennt sich die Stromspartechnologie "Powerplay".
Wenn z.B. nur Office-Anwendungen betrieben, deaktiviert Powerplay die 3D-Einheit des Chips und senkt die Taktraten der GPU und des Speichers.

Nebenbei: Mit dem S3Graphics DeltaChrome zeigte VIA auf einer Pressekonferenz erstmals seine Desktop-Grafikchips auf Basis der eigenen DeltaChrome-Architektur.
Der Chip ist DirectX9-fähig und soll in Versionen für den Niedrigpreis-, Mainstream- und High-End-Bereich erscheinen und auch hier ist eine mobile Version für Notebooks geplant.


Sonstige Hardware


Micro-DIMM für Mini-Notebooks

Speicherspezialist Transcend stellt ein 172-Pin Micro-DIMM für Mini-Notebooks vor.
Mit einer Speicherkapazität von 256 MB nutzen diese Module die Technologie des DDR266 (PC2100)-Standards.
Mit diesem neuen Formfaktor sollen Designer von Mini-Notebooks eine platzsparende Alternative erhalten.
Die spezielle 6lagige Mini-Platine wird zu Preisen ab 139,- Euro angeboten werden.
Die Bezeichnung lautet: DDR266 Micro-DIMM 256 MB TS32MMD64V6F 25 x 45 x 0,8

Transcend präsentierte aber auch andere neue Produkte auf der CeBIT 2003.
Unter anderem Grafikkarten mit SIS Xabre 400 und 600 GPU, Compact Flashspeicher mit 1 GB DDR 333 Speicher und DDR 400 Speicher.
Einen Plakat im PDF-Format kann man sich hier anschauen.


Schnelle Kompression dank zusätzlicher Hardware

Bis zu 90 Prozent lässt sich Internet-Content kompremieren.
Die Vigos AG aus Hagen und die Universität Wuppertal haben zu diesem Zweck ein PCI-Board entwickelt, das die Kompression deutlich beschleunigt.
10 mal schneller soll so der Content beim Internet-User eintreffen.
Kompatibel zu allen gängigen Webservern, werden bei dieser Hardwarelösung weniger Daten bei gleichbleibenden Inhalten übertragen.
Im vierten Quartal diesen Jahres möchte man die "GZIP Accelerator" PCI-Steckkarte auf den Markt bringen.


Infineon zeigt DDR-II-Speicher

Nach Samsung hat nun auch Infineon lauffähige DDR-II-SDRAM-Module gezeigt.
Die im 0,11µm Fertigungsprozess hergestellten Speicherbausteine sollen aber erst 2004 im Massenmarkt erhältlich sein.
Die JEDEC wird die offiziellen Spezifikationen gegen Ende 2003 verabschieden.
Bislang werden DDR-II-Speicherbausteine bei einigen Grafikkarten eingesetzt.
Infineon plant aber nur den Einsatz des Speichers in Desktop-, Server- und Notebook-Systemen.
DDR-II-Speicher wird mit einer Spannung von 1,8 Volt (normaler Speicher 2,5 Volt) betrieben.
Die Leistungsaufnahme wird damit nur ca. die Hälfte von aktuellen DDR400-Speichermodulen betragen.
Bei den Taktfrequenzen rechnet man anfangs mit 400 und 533 MHz (800-1066 DDR).
Auf 667 MHz soll der Speicher in 2005 beschleunigt werden.
Module wird es in den Größen 256, 512 und 1024 MByte geben.


Schallisoliertes Gehäuse von Lian Li

Mit dem PC-6070 zeigte der taiwanische Hersteller Lian Li ein Produkt, das Ästhetik mit Stabilität und guter Schalldämmung verbinden soll.
Das schwarze Aluminiumgehäuse hat isolierte Seitenwände mit Gummibeschichtung.
Die Fronttür ist ebenfalls isoliert und abnehmbar.
Die Abmessungen des Gehäuses: 210 x 460 x 525 mm.
Das PC-6070 kann vier 5,25 Zoll sowie drei 3,5 Zoll Laufwerke aufnehmen und hat zudem fünf interne Slots für weitere 3,5 Zoll-Geräte.
Drei Gehäuselüfter sind bereits verbaut. Zwei USB 2.0 Ports können per Frontanschluß in Betrieb genommen werden.
Ein Bild des PC-6070 und weitere Details findet man hier.


Multi-Media-Lösungen von TerraTec

TerraTec Electronic zeigt auf der CeBIT "Lancaster", eine multimediale Video-TV-Server-Lösung.
Es basiert auf mehreren Komponenten.
Lancaster IF 701 ist die intelligente Schaltzentrale und Lancaster HD 701 ein modularer Datenspeicher.
Über Lancaster DV 701 erfolgt der Empfang digitaler TV- und Radiosignale und über Lancaster AV 701 analoges TV.
Das gesamte Lancaster System wird es im Sommer 2003 im Handel geben.

Im Überblick:

Lancaster AV 701 - analoge Video-Encoder mit integriertem TV Tuner und großer Anschlussvielfalt
Lancaster DV 701 - digitale Satellitenreceiver für den Empfang von FTA-Sendern
Lancaster HD 701 - Festplattenmodul für StreamingMedia-Dateien
Lancaster IF 701 - Interface für ergonomische Bedienung und Anschluss an den TV-Bildschirm

Außerdem wurden noch "Cameo Grabster 200" zum Video archivieren, bearbeiten und brennen vorgestellt.
Dieser externe Videowandler verbindet Camcorder, DVD-Player, Sat-Receiver, Videorekorder oder andere Quellen mit analogen Videoausgängen mit jedem PC.
Videos kann man bequem mit dem Computer schneiden, sicher archivieren oder auch schnell und einfach auf DVD, SVCD und VCD kopieren.
"Cameo Grabster 200" wird ab Mai 2003 für Euro 99,99,- angeboten werden.

Die Homepage von TerraTec.


Fazit

Dieses Jahr tobt der Kampf hauptsächlich im Segment der Grafikchips.
Neue Mitspieler wie SiS greifen in das Geschehen ein und ein Ringen zwischen ATI und nVidia um die Marktführerschaft zeichnet sich ab.

Bei AMD hängt alles wieder am seidenen Faden.
Bekommt der Hersteller die Fertigung der "Hammer"-Prozessoren in den Griff?

Den Artikel im Forum diskutieren.



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