3DNow Galaxy - Artikel |
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Autor: Gawain, Gawain@mail.ie
Anmerkung: Da Scott inzwischen Insolvenz angemeldet hat und von einem anderen Unternehmen fortgeführt wird, ist die Herstellergarantie nutzlos geworden. Spezifikationen
LieferumfangVGA KabelNetzkabel Netzteil PC Soundkabel Diskette mit Treibersoftware Benutzerhandbuch (insgesamt 34 Seiten, Deutsch und Englisch, mit vielen technischen Daten) Garantie Zertifikat Warum ein TFT Monitor?Als erstes sollte man sich fragen, wieso man ein TFT Monitor kaufen bzw. nicht kaufen sollte.TFT Monitore haben viele Vorteile: Doch man muß auch die Nachteile der TFTs berücksichtigen: Der Scott NV1710 kostet momentan (18.2.2002) nur 699 Euro im Kaufhof Stacchus (München). Dieser niedrige Preis ist auch einer der Gründe, wieso ich mich für diesen Monitor entschieden habe. Im folgenden will ich den Monitor aus mehreren Perspektiven beurteilen: 1. PixelfehlerBei Pixelfehlern handelt es sich um defekte LCDs.Man unterscheidet zwischen 2 Arten von Pixelfehlern: bei der ersten Art leuchtet die LCD immer. Diese Art von Pixelfehlern ist sehr störend und auffällig. Bei der zweiten Art von Pixelfehlern bleibt eine LCD immer aus, auch wenn sie leuchten sollte. Solche Fehler sind weniger auffällig. Nirgendwo im Handbuch konnte ich die Pixelfehlerklasse des Scott NV1710 finden, geschweige den Angaben darüber, wie viele Pixelfehler toleriert werden müssen. Erst als ich einen Blick auf die Rückseite des Monitors warf, konnte ich lesen, daß es sich um ein Class B LCD Monitor handelt. Demnach darf er (sofern ich mich recht erinnere) bis zu 3 leuchtende LCDs und bis zu 4 dunkle LCDs als Pixelfehler haben, jedoch zusammen nicht mehr als 5 Pixelfehler. Mein Exemplar hat keine Pixelfehler, jedoch kann ich nicht sagen, ob dies daran liegt, daß der Monitor eine so hohe Qualitätsstufe hat, oder weil es sich vielmehr um ein Ausstellungsstück handelte. Hier liegt auch gleichzeitig ein Schlüssel zum erfolgreichen Einkauf eines TFT Monitors - immer Vor-Ort anschauen! D.h. man sollte einen solchen Monitor nicht über den Versandhandel erwerben. Die Gefahr ein Modell mit störrenden Pixelfehlern z.B. mitten im Bild zu bekommen, ist zu groß. Klasse B ist für TFT Monitore üblich. Schlechter als Klasse B sollte man nicht nehmen, da die Gefahr besteht, daß man einen Monitor mit über 10 Pixelfahlern erwischt. Wer einen Monitor mit garantiert 0 Pixelfahlern haben will, der muß in der Regel mehrere Hundert Euro mehr bezahlen. 2. KontrastDie Einstellung des Kontrasts erfolgt sehr benutzerfreundlich per OSD (Onscreen Display).Bei maximaler Kontraststärke sind die Farbunterschiede blendend. Der Scott NV1710 kann mit Kontrast sehr überzeugen... von einem schwachen Kontrast, wie bei es den ersten TFTs üblich war, kann hier keine Rede sein. 3. HelligkeitDie Helligkeit beträgt 250 cd / qdm, was für einen 17 Zoll TFT Monitor in Ordnung ist.Wie die meisten TFTs hat auch der Scott NV1710 das Problem, daß die Hintergrundhelligkeit zu hoch ist. Es ist unmöglich schwarze Farben darzustellen. Auch bei geringer Helligkeit und maximalen Kontrast wirkt die Farbe Schwarz wie Dunkelgrau. Dafür werden Grauabstufungen wesentlich besser als bei einem Röhrenmonitor dargestellt. Insgesamt trotzdem ein großer Nachteil dieses TFT Monitors gegenüber einem Röhrenmonitor. 4. LautsprecherDie integrierten 2W x 2EA sind in erster Linie für Büros gedacht.Für den Einsatz zu Hause sollte man lieber die Soundkarte an die HiFi Anlage oder Boxen mit Verstärker anschließen. 2W steht für 2 Watt und 2EA steht meiner Meinung nach für Eingang-Ausgang. Es gibt zwei Buchsen auf der Monitorrückseite: PC Sound und EAR. PC Sound: Eingang (Kabel von Soundkarten-Ausgang zum Monitor) und EAR: Ausgang (Für Mikrofon oder an die Stereoanlage). Wenn die EAR Buchse belegt ist, sind die Lautsprecher des Monitors automatisch ausgeschaltet. Das ist nützlich, wenn man z.B. Kopfhörer benutzen will und nicht jedesmal sich unter den Tisch bücken muß um sie einzustecken. Die schwachen 2 Watt Boxen genügen für Officeanwendungen, sind jedoch für Computerspiele und Musikhören nicht zu empfehlen. 5. USB-HubEine Besonderheit dieses Monitors ist sein integrierter 4-fach-USB-Hub.Er bietet insgesamt 5 Schnittstellen und ist auf der Rückseite des Monitors (hinter den Lautsprechern) plaziert. Dieser ist für all jene Anwender nützlich, die mehrere USB-Geräte betreiben und einen Kabelsalat vermeiden möchten. So kann man z.B. seine USB-Maus, den USB-Drucker und den USB-Scanner direkt an den USB-Hub anstecken. Mit dem Monitor ist auch ein USB-Kabel mitgeliefert. 6. InstallationDie Installation des Monitors erfolgte unter Windows 98 ohne Probleme.Der Monitor wurde sofort als Plug & Play Gerät erkannt. Ein Tastendruck auf die EX/AT-Taste (Automatische Kalibrierung) genügte um ein optimales Bild zu bekommen. An dieser Stelle sei noch zu erwähnen, daß alle 5 Tasten sich versteckt auf der rechten Seite des Monitors befinden. Wer Lust hat, kann auch die auf einer Diskette mitgelieferten Treiber installieren. Einen Unterschied konnte ich nicht bemerken, da die automatische Kalibrierung des Monitors sehr gut ist und die Treiber nicht nötig sind. 7. Mögliche AuflösungenDer Monitor funktioniert bei den folgenden Auflösungen problemlos:640 x 480 800 x 600 1024 x 768 1280 x 1024 Beim Wechseln der Auflösungen muß man nur auf die Taste für Autokalibrierung drücken um die Bildschrirmgröße in ca. 2 Sekunden anzupassen... das ist schon alles. Auf Dauer merkt sich Der Monitor die Kalibrierung, so daß man die Taste nicht mehr drücken muß. Nur bei ungewöhnlichen Auflösungen wie z.B. 960 x 720 gibt es Probleme (schwarzer Rand oder Phasenprobleme). 8. 3D-SpieletauglichkeitDa ich kein großer Fan von 3D Spielen bin, habe ich nur ältere 3D-Shooter zu Hause rumliegen.Ich probierte Drakan aus. Bezüglich der Reaktionszeit konnte ich keine Probleme feststellen. Die Farben und der Kontrast sind in Ordnung. Lediglich die zu starke Hintergrundhelligkeit ist störend, da der schwarze Nachthimmel im ersten Level irgendwie dunkelgrau aussieht. Für Langzeitspieler ist der TFT empfehlenswert... die Augen werden sich freuen. Ich wäre nicht erstaunt, wenn sich meine Kurzsichtigkeit (zu 0 % genetisch begründert, 100 % Computerfolgen) in den nächsten Jahren bessern würde, da ich nun einen TFT nutze. Die Raktionszeit von 40 msec erscheint für schnelle 3D-Shooter zu lang zu sein. Man sollte hier eher zu einem Modell mit einer Raktionszeit von 20 msec und darunter greifen. Für Freunde von Strategietiteln und Simulationen gehört ein TFT Monitor (speziell auch dieser Monitor von Scott) zur ersten Wahl. FazitIch bin mit dem Scott NV1710 sehr zufrieden und kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.Da ich davor schon einen anderen 17 Zoll TFT Monitor der Marke ProView (den ich wegen eines Serienfehlers zurückgab) hatte, konnte ich durch Vergleich feststellen, dass der Scott NV1710 in seiner Preisklasse bzgl. Qualität und Funktionsausstattung überzeugt. Man denke auch an die großzügige 4 Jahre Garantie ! Auch das separate VGA Kabel ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Bei einem Kabelbruch muß so nur ein neues Kabel gekauft werden und nicht, wie bei einigen anderen Modellen, der ganze Monitor zur Reperatur gebracht werden. Ein Manko hat dieser Monitor allerdings auch - es handelt sich um ein Auslaufmodell. Die Nachfolgermodelle unterscheiden sich zumindest von der Ausstattung her, kaum von diesem Monitor. Ob sie auch zu diesem günstigen Preis angeboten werden, dürfte aber zweifelhaft sein. Die Internetseite des Herstellers. |
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