3DNow Galaxy - Artikel




K6-2+: Voodoo 3 übertakten und tunen



Besitzer eines AMD K6-X-Systems befinden sich permanent auf der Suche nach einer Möglichkeit die Performance ihres Systems zu steigern.
Da die Voodoo 3 noch in vielen Sockel 7 Systemen ihren Dienst verrichtet und im Allgemeinen auch sehr gut mit schwächeren Systemen harmoniert, habe ich mir mal angeschaut, was denn das Übertakten dieser Grafikkarte bei einem solchen Rechner bringt.

Normalerweise geht man davon aus, dass mindestens eine CPU mit 500 MHz im Rechner stecken muß, um überhaupt etwas von dem höheren Takt der Grafikkarte zu bemerken.
Um diesen Umstand gerecht zu werden, habe ich Gawain gebeten, einige Benchmarks mit seinem K6-2+ 550 MHz durchzuführen.



Testsystem:



Prozessor:AMD K6-2+ 550 ( 5,5x 100 MHz )
Mainboard:DFI P5BV3+ Mainboard mit 1 MB Cache
Speicher:192 MB RAM
Grafikkarte:Voodoo 3 2000 AGP
Soundkarte:Soundblaster Live


Treiber für Voodoo 3 vom 10-13-2000
Direct X 8.0
Windows 98







Hinweis:

Auf ein Problem das ältere Mainboards betrifft, Produktion bis erstes Quartal 1999, sei an dieser Stelle noch einmal hingewiesen.
Laut der AGP 2.0 - Spezifikation darf über die 3,3V - Leitungen maximal 6 Ampere Strom bezogen werden.
Mit Erscheinen der Voodoo 3 und der TNT2 Ultra Grafikkarten wurde es nun problematisch.
Die Karten überschritten zwar nicht diese Spezifikation, zogen aber bis zu 5.2 Ampere (TNT2 Ultra von Guillemot).

Die zu schwach ausgelegten 3,3 Volt - Wandler überhitzten sich bei längeren Spiele-Sessions oder schalteten sich bei Stromspitzen kurzeitig ab, was im günstigsten Fall zu einem Neustart des Systems, oder, wenn es schlecht lief, zum Ausfall dieses Wandlers führte.

Leider mußte ich diese Tatsache "am eigenen Leib" erfahren.

Ich hatte ein FIC-2013 Revision 2.0 mit VIA MVP3-Chipsatz und eine Voodoo 3 2000 - kein Problem.
Das System lief wochenlang stabil.
Nun erhielt ich die Möglichkeit eine Voodoo 3 3000 einzubauen.
Das lief auch einige Zeitlang gut, aber nach einer längere Spiele-Sitzung passierte das Maleur.
Der Rechner bootete plötzlich und seitdem wurde nur noch ein leerer, grüner Bidschirm angezeigt.

Der AGP-Port ist nicht mehr zu gebrauchen.

Vier Tage später verkündete FIC, dass erst die Revision 2.1 dieses Mainboards mit der Voodoo 3 3000 AGP klarkommt.
Soviel dazu, immer aktuell sein zu wollen.
Natürlich kursieren im Internet diverse Umbauanleitungen um die Stromversorgung zu verbessern bzw. den Wandler zu entlasten.
Besser ist es allemal, sich vorher Gedanken darüber zu machen.
Hier scheint die zusätzliche Kühlung des Wandlers - passiv mit einem Kühlkörper oben auf den Spannungsregler - die einfachste Lösung zu sein.
Nähere Infos dazu findet ihr bei Nickles.de.






Overclocking:

Hier sind drei Möglichkeiten die Voodoo 3 zu übertakten.
Dabei sollte man sich immer erst langsam herantasten (5 MHz Schritte und dann ausgiebig testen).
Bei der Voodoo 3 2000 kann man mit einem höheren Takt anfangen z.B. 155 MHz.

Registry
Unter dem Registry-Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\Display\0000(1,2 usw.)\Default
legt man eine neue Zeichenfolge mit dem Namen
GrxClock an.
Als Wert gibt man den gewünschten Takt an.

Treiber
Je nachdem welche Treiberversion verwendet wird, muß man das Overclocking-Menü erstmal freischalten.

Overlockingmenü der Voodoo 3 in der Registry freischalten

Nach dem Neustart, steht ein weiteres Menü unter den Treiberoptionen zur Verfügung.
Hier kann man den Takt dann bequem einstellen.
Die Einstellungen werden beim nächsten Start wirksam, müssen aber explizit bestätigt werden - etwas nervig.

Overclocking per Software
Die einfachste Art des Übertaktens dürfte mit Hilfe eines der zahlreichen Tools für die Voodoo 3 durchzuführen sein.
Gleichzeitig kann man auch bequem die Treiberoptionen und die Einstellungen für die Bildwiederholrate einstellen.
Ich habe hier das Programm V.Control ausgewählt.

V.Control
Bildquelle: Tweakfiles.com





Kastrierte Voodoo 3 - die Velocity 100.

Der Low-Cost-Variante der Voodoo 3 2000 kann man relativ einfach zu mehr Speed verhelfen.
Um die Karte von den teueren Modellen abzugrenzen, deaktivierte 3dfx unter OpenGL und Glide die zweite Textureinheit des Chips. Unter dem Registry-Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\Display\0000\Glide legt man eine neue Zeichenfolge mit dem Namen
FX_GLIDE_NUM_TMU an und weist diesem den Wert 2 zu.






Benchmarks:

Zuerst haben wir uns Drakan, ein eher CPU-lastiges Spiel, einmal angeschaut.
Ab der Version 445 ist ein Benchmark im Spiel enthalten und zwar wird das Intro des Spiels abgespielt und die Framerate in einer Datei, im Hauptverzeichnis von Drakan, mit dem Namen "fps.txt" gespeichert.

Einstellungen:
Texture Quality = High (no limit)
Real time Shadow Quality = All Characters
Amount of Dynamic Lights = All Lights
Detail Textures = Enabled
Gore Level = Excessive
Dragon Crosshair = Disabled
Weather Effects = Enabled
Lens Flare Effects = Enabled
Text Adjustment = Shifted
Amount of Particles = Insane
Texture Filtering = Bilinear
Max. Fog Distance = 80 %
Soundqualität = 3D Sound Buffers: AN und EAX: AN
Rynn in Action


144 MHz Voodoo 3:
640 x 480 = 26,3333 fps
800 x 600 = 26,1099 fps
1024 x 786 = 22,4235 fps
1152 x 864 = 19,8791 fps
1280 x 1024 = 17,148 fps
übetaktet auf 167 MHz:
640 x 480 = 26,5921 fps
800 x 600 = 26,0712 fps
1024 x 786 = 22,8543 fps
1152 x 864 = 21,67 fps
1280 x 1024 = 19,2221 fps


Wie man sieht, bringt das Übertakten der Grafikkarte erst ab einer Auflösung von 1152 x 786 etwas.
Bei 1024 x 768 ist der Unterschied recht gering und bei niedrigeren Auflösungen bringt es nichts.




Stellvertretend für die Spiele, die auf der Quake 3 - Engine beruhen, hat Gawain sich FAKK 2 angeschaut.
Das Spiel glänzt mit vielen grafischen Effekten und fordert die Grafikkarte dementsprechend.
Es wurde die Version 1.00 des Spiels verwendet.
Als Benchmark kam die Timedemo: PCGHARDWARE.DM3 von PCG Hardware zum Einsatz.

Einstellungen:
Farbtiefe = 16-Bit
Texturdetail = Hoch
Texturqualität = Standard
Vollbild = an
Blut = an
Audio-Treiber = Software
Texturfilter = Bilinear
Schatten = Komplex
Kurvenkorrektur = Schalter ganz links
Modeldetail = Schalter ganz rechts
Dynamisches Licht = an
Multitextur = an
Comp,Vertex Array = an
GL-Nebel/Wall Decals/ = an
Soundqualität = 22
Ein hübsches Idyll



144 MHz Voodoo 3:
640x480: 20,9 fps
800x600: 20,9 fps
1024x786: 19,2 fps
1152x864: 18,7 fps
übetaktet auf 167 MHz:
640x480: 21,0 fps
800x600: 22,81 fps
1024x786: 20,4 fps
1152x864: 19,8 fps


800 x 600 scheint die optimale Auflösung für die Voodoo 3 zu sein.
Allerdings kann man bei den K6-X-Prozessoren auch immer die Auflösung 1024 x 768 ausprobieren.
Mehr als 10% langsamer als in der 800 x 600 Auflösung, läuft das System selten.

Die Soundqualität wurde bewußt runtergesetzt, da ja die Grafikkarte und nicht die Soundkarte getestet werden sollte.
Die Soundwiedergabe mit einer SBLive bei hoher Qualität kostet ca. 5%-10% Performance.
Aber viele Leute haben ja noch alte ISA-Soundkarten.
Ein Kumpel von Gawain hatte noch vor kurzem eine Soundkarte, die bei Drakan die fps fast halbierte.




Schauen wir uns zum Schluß noch die Ergebnisse eines synthetischen Benchmarks an.
Hier sollten die Unterschiede am besten sichtbar werden, auch wenn die Ergebnisse nicht von praktischem Nutzen sind.
Hierbei verwendeten wir den 3DMark 2000, weil weit verbreitet, in der Standard-Einstellung.
Es wurden die aktuellen Omega Voodoo Treiber (DirectX8 optimiert) in der Standardeinstellung von Omega verwendet.
V-Sync war ausgeschaltet und das System war mit den Shareware-Tools "Tweak Bios" und "CPUCool" optimiert.


144 MHz Voodoo 3:
800x600: 1901 3DMarks
1024x786: 1858 3DMarks
übetaktet auf 167 MHz:
800x600: 1908 3DMarks
1024x786: 1886 3DMarks


Etwas entäuschend sind die Ergebnisse schon.
Das verwendete System kann nicht von der höheren Taktrate der Grafikkarte profitieren.






Voodoo 3 stärker übertakten:


Wer die Voodoo 3 stärker übertakten will, kommt um eine aktive Kühlung nicht herum.

Eine einfache Möglichkeit wäre es, einen alten Sockel 7 Lüfter auf dem Passiv-Kühler der Voodoo 3 zu befestigen.
Auch passive Kühlelemente für den Speicher wären eine Überlegung wert.
Ob sich der Aufwand lohnt, muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Gawain hat es mit seiner Voodoo 3 2000 auprobiert und einen Fan installiert (mit Silikonkleber befestigt). Der Kühlkörper ist nun deutlich kühler, aber beim Übertakten half das nichts.
170 MHz waren hier das Maximum.
Mit 175 MHz läuft die Karte zwar auch noch, doch es treten Grafikfehler auf.
Hier ist also der Speicher der limitierente Faktor.
Dafür dürfte die Lebenserwartung der GPU (Grafikchip) deutlich steigen.

Meine Voodoo 3 3000 läßt sich ohne weitere Kühlung bis zu 177 MHz stabil betreiben.
Andere Meldungen zu dieser Karte sprechen von 180 MHz ohne weitere Kühlmaßnahmen.
Einige Anwendungen liefen auch mit dem höheren Takt.
Dagegen zeigten einige andere Spiele bereits Grafikfehler.
Nun, ein paar MHz mehr oder weniger spielen wohl keine Rolle.

Um an einem Beispiel zu zeigen, was eine Takterhöhung um 40 MHz bringt, habe ich hier einmal einige Benchmarks der Zeitschrift PC Professionell angegeben.


Expandable (D3D) Auflösung 1024x768x16:
K6-III 450 MHz unter Windows 98.
Voodoo 3 2000: 35,2 fps
Voodoo 3 3500: 35,7 fps
Pentium III 450 MHz unter Windows 98.
Voodoo 3 2000: 42 fps
Voodoo 3 3500: 46,2 fps

Beim K6-X-System war die CPU der limitierende Faktor.
Zwar kann man bei diesem Spiel die 3DNow!-Unterstützung ausschalten, nur habe ich keine Möglichkeit gefunden, dass Spiel damit zu benchen.
Rein subjektiv betrachtet, konnte ich kaum keinen Unterschied feststellen.
Wohl wiedereinmal ein Marketing-Gag.
Beim Intel-System brachten die 40 MHz höhere Taktrate gerademal 10% - auch nicht berauschend.






Voodoo 3 besser kühlen:


Einen Artikel darüber wie man die Kühlung der Voodoo 3 verbessern kann, hat die Hardwareseite TweakPC veröffentlicht.
In dem Artikel kann man gleich einmal nachschauen, was das Übertakten auf einem schnelleren Computersystem bringt.
Sicherlich ist es besser, den Passivkühler der Karte zu entfernen und einen Lüfter direkt auf die GPU zu montieren.
Wunder braucht man allerdings auch hier nicht zu erwarten.

An dieser Stelle seien auch die sogenannten "Lasagna-Lüfter" von TennMax erwähnt.
Die Firma bietet für viele verschiedene Grafikkarten paßgenaue Lüfter, entweder als Austausch für den werksseitig verbauten Lüfter, oder wie bei der Voodoo 3 als Ersatz für den passiven Kühlkörper.
Die Lüfter kosten ca. 40.- DM.
Weitere Infos findet man z.B. bei Com-Tra.
Hier ein Bild von einer Voodoo 3 3500 mit den Lasagna-Lüfter (Der Lüfter wird in den Staaten unter der Bezeichnung "Stealth" verkauft). Lasagna-Lüfter
Bildquelle: TennMax
Zum Kühlen der Speicherbausteine gibt es bei jedem "Overclocking-Shop" entsprechende Passiv-Kühlelemente und selbstklebende Wärmeleitpads.
Ob der Nutzen den Preis rechtfertig, sei auch hier dahingestellt.
Wer noch einige Passivkühler von alten Pentium I oder 486-Prozessoren daheim rumliegen hat, kann einen Versuch starten.

Denkbar wäre auch einen Passivkühler, wie es Gigabyte vorgemacht hat, auf der Rückseite des Grafik-Chips zu montieren.
Gebracht hat es eigentlich nichts - aber wenn man am Samstagnachmittag eh nichts besseres vorhat?.






Lieber System optimieren?

Tweak - Tools:
Die beste und einfachste Möglichkeit seinem System zu mehr Performance zu verhelfen, liegt darin, die Einstellungen im Bios zu optimieren.
Und je nach verwendetem Mainboard und Bios, helfen Tweak - Tools dem Rechner auf die Sprünge.
Mit dem Shareware-Tool Tweak Bios kann man recht umfassend in das Bios des Systems eingreifen.
Dabei zeigen sich deutlich die verschiedenen Philosophien der Mainboardhersteller.
Was beim DFI P5BV3+ recht ordentliche Ergebnisse brachte, fruchtete beim Asus P5A nicht besonders.
Hier werden bereits von Haus aus schnellere Timings verwendet.
"Nachdem ich die optimalen Einstellungen für mein System mit DFI-Mainboard durch ausprobieren ermittelt habe, bekomme ich bei 3DMark2000 ca. 90 Punkte mehr.
Bei DRAKAN ist es etwas mehr.
Bei 167 MHz Taktrate und Tweak Bios-Optimierungen erreiche ich:
640 x 480 = 28,31 fps
1152 x 864 = 22,4531 fps
Das ist doch ein netter Performancegewinn, oder?"



AGP-Treiber optimieren:
Mein Favorit in Sachen Einstellungen tunen, ist der AGP-Treiber bei den Aladdin V Mainboards.
Mit Hilfe des Tools AGP Control Center hat man bequem Zugriff auf die Registry-Einstellungen des Treibers.
Nachdem ich "jahrelang" an diesen Einstellungen herumgespielt habe, komme ich zu folgender Empfehlung für die Voodoo 3: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ALi\ALi AGP Driver
AGPDataRate="2" (spielt bei der V3 keine Rolle)
ForceSBADisable="0"
ForceAGPEnable="0"
FrameBufferSize="F" (bestes Ergebnis bei der V3)
FrameBufferDisable="0"
GATMode="2"
K6SetEWBEC="3"
UseUCForWC="0"
GTLBAlwaysFetch="0"
ResetAGPCommand="0"
MaxPCIRetryCounter="0"
AGPTiming="0"
PCIMode="0"
ForceAssertRequest="0"
DisablePCIReadPrefetch="0"
AGPDelayClock="13"
SDRAMDelayClock="13"
K6WriteAllocate="2"
Diese Einstellungen zu kontrollieren gehört zum Pflichtprogramm.
Zumindest einige Versionen der ALi AGP-Treiber wurden mit äußerst konservativen Grundeinstellungen ausgeliefert.
Das hat sich darin gezeigt, dass nach der Installation einer neueren Version, das System 15% langsamer lief als vorher - was mich in einen "leichten Schock" versetzt hatte.
Am besten man fängt mit der "Safe" Einstellung an und probiert nach und nach die Einstellungen durch.
Eine TNT 2 wird man wohl kaum damit zum Laufen bringen und eine Radeon würde den Frame Buffer deaktivieren.
Außerdem sind die Timings für AGP (AGPDelayClock) und Speicher (SDRAMDelayClock) übertaktet.
Normal, wäre hier der Eintrag "10" vorgesehen.


Bioseinstellungen:
AGP Aperture Size: Normalerweise gilt die Formel: Wert für AGP Aperture Size = Die Hälfte des Hauptspeichers.
Da die Voodoo eh keine Texturen in den Hauptspeicher auslagern kann, eigentlich egal.
Doch habe ich beim Experimentieren bemerkt, dass bei Spielen, die auf der Quake 3 - Engine beruhen, es durchaus hilfreich sein kann, den Wert der AGP Aperture Size genauso groß wie den Hauptspeicher einzustellen.
Wo bei maximaler Texturqualität vorher Ruckler auftraten, lief die Karte danach ohne Probleme.
Diese Aussage trifft bei diesen Anwendungen und für mein System bzw. Mainboard zu.
Ob es bei anderen Hardwarekombinationen auch funktioniert, ist eine andere Frage.
Gawain hat auf seinem System, beim 3DMark 2000, mit einer AGP Aperture Size von 16 MB die besten Resultate erzielt.
Bei einer Größe von 64 MB erhält er 100 Punkte weniger.

Dass die Karte einen eigenen IRQ benötigt dürfte klar sein --> Assign IRQ for VGA = Enabled.
Die anderen Einstellungen wie Video Bios Shadow und Video Bios Cache auf Disabled stellen, werden aus Kompatibilitätsgründen empfohlen.
Nach meiner Erfahrung, da sie nur für Arbeiten und Spielen unter DOS gelten, haben sie keinen Einfluß auf die Performance unter Windows.


Die Optionen AGP Master 1 WS Write und AGP Master 1 WS Read bei Mainboards mit VIA Chipsatz, setze ich auf Enabled.
Turbo Frequency oder Turbo Mode schalten wir auch ein.
Falls die Option Frame Buffer Posted Write zur Verfügung steht, setzen wir diese ebenfalls auf Enabled.

Über die PCI-Version der Voodoo 3 kann ich nur wenig berichten.
Sie soll etwa 10% langsamer als ihr AGP-Pendant laufen.
Was von den Einstellungen, die das Tweak-Tool Tweakit (für Voodoo 1/2/Banshee) anbietet, adaptiert werden kann, könnte ich nicht sagen.
Ich denke hier z.B. an die Option "SET SSTV2_FASTPCIRD".
Böse Zungen behaupten ja, dass die Voodoo-Chips, von kleineren Änderungen abgesehen, alle identisch sind.
So ganz falsch liegt man damit sicherlich auch nicht.
Für Besitzer von Mainboards mit VIA MVP3-Chipsatz kann sich das Überprüfen der Biosoption "CPU to PCI Dynamic Burst" lohnen.
Sie sollte nach Möglichkeit eingeschaltet (Enabled) sein.
PCI Master 0 WS Write und CPU to PCI Write Buffer setzen wir auch auf Enabled.


Der Mythos WickedGL-Treiber.
Nicht umsonst verwendet Metabyte (Inhaberin von Wicked 3D) auf ihrer Homepage ein Intel-System um die Leistungsfähigkeit ihres Mini-OpenGL-Treibers zu demonstrieren.
Der Treiber besitzt schlicht und ergreifend keine 3DNow!-Unterstützung.
Trotzdem lohnt sich bei dem einen oder anderen Spiel ein Versuch, wie mein Artikel MDK2 und Voodoo3: OpenGL-Treibervergleich gezeigt hat.
Dies gilt besonders für Besitzer eines Athlon-Prozessors.
Hier scheint der Support besser gelungen zu sein.
Da der Treibersupport seitens 3dfx nun eingestellt wurde, ist diese Frage natürlich rein rethorischer Natur.
Besitzer einer Voodoo-Grafikkarte werden froh sein, überhaupt noch aktuelle Treiber für ihre Grafikkarte zu bekommen.
Neuerdings läßt sich Wicked 3D diese Dienstleistung bezahlen, eine Demo-Version steht aber nach wie vor zum Download bereit.
Hier ist die Adresse: Wicked3d.com.
Wer aber doch lieber die letzte frei erhältliche Version (2.99) einsetzen will, findet sie bei 3D Center.

Ein Wort zu Half Life.
Immer wieder hört man in Foren, dass der WickedGL-Treiber der einzig seelig machende OpenGL-Treiber für Half Life wäre.
Mag sein, nur habe ich bei den K6-X-Systemen keine Überraschungen erlebt.
Man sollte nur nicht den, für Voodoo 2 Grafikkarten gedachten, 3dfx-MiniGL-Treiber verwenden.
Stattdessen wählt man den "Default OpenGL-Treiber" aus.
Dann klappt es auch mit dem(r) Nachbar(in) - oder so ähnlich.
Die Rauchbomben bei Counterstrike sind allerdings das reinste Gift für diese Karte.
Da hilft auch kein Gigahertz-Athlon.
Nur der Konsolenbefehl "max_smokepuffs" hilft weiter.
Der Standardwert beträgt hier 120.
Ein guter Kompromiß wäre "max_smokepuffs 12".


Treibereinstellungen:
Die Standardeinstellungen der Voodoo-Treiber sind ganz O.K.
Da immer mehr Spiele Transparenzeffekte verwenden, habe ich mich für eine bessere Bildqualität und dafür niedrigere Frameraten entschieden.
Ich verwendete diese Einstellungen: Direct3D
3D Filter Quality = High
Alpha-Blending = Smoother
Geometrie Assist = Enabled (beim K6-X egal, beim Athlon einschalten)
Z-buffer Optimization = Enabled
Guardband Clipping = Disabled
Level Of Detail Bias = -0.50
Dieser Punkt ist durchaus interessant.
Hiermit kann man die Bildqualität direkt beeinflußen, wobei positive Werte (+0.50) für eine schlechtere Texturqualität und dafür mehr Performance stehen und negative Werte (-0.50) für eine schärfere Darstellung der Texturen und niedrigere Frameraten sorgen.
Allderdings ist die Performance bei der Einstellung -0.50 bei einigen Spielen einen Tick besser gewesen, als in der 0-Stellung.
Einfach mal ausprobieren.
OpenGL/Glide
3D Filter Quality = High
Alpha-Blending = Smoother
Glide Splash Screen = Enabled (sieht man gleich ob der Glide-Treiber funktioniert) Depth Precision = Fastest (bei Bildfehlern auf Fast stellen)
Level Of Detail Bias = -0.50
Maximun Buffered Frames = 0 oder 1 Pending Buffer
Mip Map Dithering = Disabled
Limit Texture Memory = Software Controlled
Triple Buffering = Disabled
Guardband Clipping: Disabled
Einige Treiberversionen bieten das Deaktivieren der Vertikale Syncronisation nicht an.
Mit Tweak-Tools wie V.Control oder Power-Strip kann man V-Sync natürlich deaktivieren.
Nur wüßte ich nicht was es, außer bei Benchmarks, bringt.
Ob ich in einem 3D-Shooter einen Gang allein entlanglaufe und dabei 100 fps anstatt 85 fps habe, dürfte egal sein.
Und wenn die Framerate bei einem Gefecht einbricht, hilft mir auch keine deaktivierte V-Sync - eine Glaubensfrage also.

Da wohl jeder die neuesten Treiber verwenden dürfte, stehen auch die Features wie HSR und Geometry Assist zur Verfügung.
GeoAssistance funktioniert beim K6-2/K6-2+ leider nicht.
Zwar würde der K6-2+ das geforderte 3DNow+ unterstützen, aber das Feature Geometry Assist verlangt auch nach MMX+ und das bieten nur die Prozessoren der Athlon-Serie oder ihre Intel-Pendants.
Es gab zwar ein Projekt um dieses Feature auch auf K6-2+ Prozessoren zu ermöglichen.
Da aber der Sourcecode der Treiber nicht veröffentlicht wurde, konnte hier nichts erreicht werden.

Beim vieldiskutiertem Feature HSR ("Hidden Surface Removal") kann ich für K6-X Systeme nichts positives vermelden.
Die Prozessoren sind einfach zu langsam um diese Option zur Geltung zu bringen.
Für schnellere Rechner kann sich ein Versuch lohnen.
Gerüchten nach, soll HSR mit der Quake 3 Version 1.29f gut funktioniert.
Bei einer Voodoo 3 steigerte sich die Framerate in der Auflösung 1024x768x16 von 52,7 fps (Patch 1.17 ohne HSR) auf 90,2 fps (Patch 1.29f, mit HSR 4).
Wichtig dabei ist, dass V-Sync im Spiel selbst aktiviert sein muß (V-Sync-Einstellung des Treibers wird ignoriert).
Konsole des Spiels öffnen und r_finish 1 eintippen und bestätigen.
Außerdem wird empfohlen, den Wert für Maximun Buffered Frames auf 0 zu setzen.
Wie gesagt, ich selbst habe mit HSR keine Erfahrungen sammeln können.
Einige Benchmarks mit eingeschaltetem HSR und Geometry Assist mit einer Voodoo 3 könnt ihr bei kickme.to/duron1000 anschauen.


Welchen Treiber?
Empfehlen würde ich die aktuellen Treiber von Omega: V3/4/5 WIN9X & ME OMEGA DRIVERS 1.02 "Special".
Diese Treiber enthalten bereits eine optimierte INF-Datei für die Treibereinstellungen und sollen (nach eigenen Aussagen von Omega) die einzigen Treiber sein, die Colin Mc Rae 2 und Grand Prix 3 fehlerfrei zum Laufen bringen sollen.
Anmerken muß man, dass die Treiber ja für DirectX8 optimiert sind.
Somit laufen ältere Spiele einen Tick langsamer, als auf Treiber der 1.04x-Reihe.
Generell würde ich mir ein kleines "Treiber-Depot" anlegen.
Wobei hier eingentlich das Augenmerk auf den OpenGL-Treiber liegt.
Der neueste Treiber 1.0.0.0761 ist gut.
Bei einigen Spielen sollte man aber einen älteren z.B. den 1.0.0.0700 verwenden.
Spiele, die auf der Quake 3 - Engine beruhen, verwenden den ersten gefundenen OpenGL-Treiber.
Hier reicht es, den 3dfx-Treiber (3dfxOGL.dll) in opengl32.dll umzubenennen und ihn ins Hauptverzeichnis des Spiels zu kopieren.
Jetzt kann man bequem verschiedene OpenGL-Treiber ausprobieren - ohne den kompletten Treiber wechseln zu müßen.






Fazit:

Richtig empfehlen kann man das Übertakten der Grafikkarte in Verbindung mit einem K6-X-System nicht.
Zwar kann das Füllratenlimit der Grafikkarte, wie man bei den Benchmarks in Auflösungen ab 1024x768 bemerkt, etwas gemindert werden, doch ist der Prozessor einfach zu schwach, um die Karte auslasten zu können.
Das Dilema: In niedrigeren Auflösungen merkt man nichts vom gesteigerten Takt und bei höheren Auflösungen fehlt der CPU einfach die Power um damit spielen zu können.

Wie bei allen Versuchen Hardware zu übertakten, hängt es vom Einzelfall ab, wie hoch man den Takt steigern kann.

Die Bioseinstellungen stehen nicht bei jedem System zur Verfügung.
Entweder sie tragen eine andere Bezeichnung oder sind schlicht und einfach nicht vorhanden.
Wie immer gilt: Dieser Artikel kann und soll nur Denkanstöße geben.
Ausprobieren muß man schon selbst.

Den Artikel im Forum diskutieren.




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