3DNow Galaxy - Artikel




Wizards & Warriors



Genre: RPG
Hersteller: Heuristic Park/Activision

Autor: Gawain, Gawain@mail.ie

Februar 2001

Hardwarevoraussetzungen laut Hersteller:

Pentium 233 MHz oder besser
Mindestens 64 MB RAM
Windows 95/98 oder kompatible Betriebssysteme
740 MB oder 1410 MB freien Festplattenspeicher + 140 MB für Swap-Datei



Anmerkung:

Wizards & Warriors ist definitiv kein Spiel für Anfänger und Gelegenheitsspieler.
Das Spiel richtet sich an Rollenspielveteranen, die nicht davor zurückschrecken sich mit einer komplizierten Story und einem umfangreichen Regelwerk auseinanderzusetzen.
Das Spiel entspringt der Feder des legendären D. W. Bradley, der auch bei den letzten Teilen der Wizardry-Reihe mitwirkte. Tatsächlich ist es Bradley gelungen mit Wizards & Warriors die Tradition der alten RPGs fortzusetzen.
Jene unter euch, die in den 80ern und der ersten Hälfte der 90er nächtelang an Rollenspielen von SirTech und SSI saßen und sich tapfer durch schier nimmerendende Dungeons und Wälder kämpften, werden mit Wizards & Warriors ein Retro-Gefühl erleben.



Die Story:

Einst herrschte ein Krieg zwischen dem bösen Pharao Lord Cet und seinem Hohenpriester Anephas.
Ein untoter Magier versucht diesen Krieg in der Gegenwart in eine neue Runde zu führen, doch die Rache an Cet scheitert und anstatt daß der Bösewicht endgültig vernichtet wird, geschieht ein Unglück: Anephas Körper wird vernichtet. Um dennoch die Welt vor den Klauen des Bösen zu bewahren, bleibt nur noch eine Chance: das legendäre Schwert "Mavin". Es besteht zu gleichen Teilen aus heiligen und verfluchten Metall und ist eine Waffe, die selbst die Götter fürchten.
Der Spieler übernimmt die Führung einer sechsköpfigen Party und macht sich auf die Suche nach der magischen Waffe.



Das Spielgeschehen:

Schon ganz am Anfang wird die Komplexität des Spiels ersichtlich:
Allein für die Charaktergenerierung brauchte ich eine Stunde, bis ich eine gute Party aufstellen konnte.
Dabei gilt, wie bei den alten SSI und SirTech RPGs, die Regel: "Reroll und nochmals Reroll, bis die Würfel günstig fallen".
Hat man erst mal die Party aufgestellt und sie in der Stadt mit ersten Waffen und Rüstungen ausgerüstet, geht es raus in die Natur.
Zunächst sollte man die Wälder und Seen um die Stadt herum erforschen, einige wandernde NPCs kennenlernen, einige Monster verprügeln und die ersten Levels aufsteigen.
Allein dafür braucht man einige Stunden.
Für den ersten Dungeon sollte man ca. 10 Stunden einkalkulieren.
Nebenbei kann man optional noch einige Nebenquests lösen, die Erfahrungspunkte, Gold und manchmal auch spezielle Waffen oder Gegenstände einbringen.

Der Kampf im Spiel erfolgt je nach Wunsch des Spielers entweder in realtime oder in eine Kombination aus realtime und rundenbasiert.
Beim letzteren ist der Fernkampf in realtime, doch sobald die Gegner in die Reichweite der Nahkampfwaffen treten, schaltet das Spiel automatisch in einen rundenbasierten Kampf um.
Der Schwierigkeitsgrad im Kampf ist angemessen und dürfte für erfahrene Rollenspieler kein Problem sein. Zudem kann man drei Schwierigkeitsgrade wählen.
Die Steuerung erfolgt per Maus und Tastatur und ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Prinzip ist ok.

Das Spiel erfordert mehr als nur gute Kampffähigkeiten um erfolgreich weiter zu kommen.
Gerade in den Dungeons warten viele Rätsel darauf gelöst zu werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr unterschiedlich: Von lächerlich einfachen Rätseln, wo man nur einen Schlüssel für die nächste Tür finden muß, bis hin zu hochkomplizierten Rätseln, bei denen man zehn Einzelschritte machen muß um das Rätsel zu lösen.



Zur Technik:

Aus technischer Sicht ist das Spiel recht angestaubt: Die Grafik ist auf dem Stand von vor vier Jahren und ein 3D-Surroundsound sucht man vergeblich. Doch das Spiel richtet sich an RPG-Veteranen und ist im Retro-Stil gemacht. Ein Rollenspieler der alten Schule weiß, worauf es bei einem Rollenspiel in erster Linie ankommt: auf ein gutes Regelwerk, viele Entwicklungsmöglichkeiten für Charaktere, möglichst viele Waffen und Gegenstände, eine gute Story und interessante NPCs.
Und genau das bietet das Spiel... da muß man halt bei der Grafik ein Auge ganz und das andere halb zudrücken. Trotz der nicht zeitgemäßen Grafiktechnologie ist das Charakterdesign gut und die tiefen Wälder, märchenvollen Lichtungen und düsteren Dungeons bewirken eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre. Ganz gut ist dabei der Wechsel der Tageszeiten gelungen.

Eine 3D-Grafikkarte ist nicht unbedingt erforderlich, doch wird dringend empfohlen, da sie die Texturen glätten und die Darstellungsqualität verbessern kann.
Die Grafikengine funktioniert mit DirectX und unterstützt Auflösungen von 640x480 bis 1024x768.
Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig, so daß man das Spiel auch auf älteren K6-2 Systemen flüssig spielen kann.
Für die höchste Qualitätsstufe bedarf es aber mindestens einer 600 MHz CPU für ein ruckelfreies Spielvergnügen.



Tipps & Tricks zum Spiel:

Man sollte zwei oder drei Magier und einen Kleriker in der Party haben.
Sie sind zwar anfangs sehr schwach, doch schon nach wenigen Stunden werden sie dank effektiver Angriffszauber unverzichtbar in Kämpfen.
Besonders bei Endgegnern spielen die Magier eine Schlüsselrolle.

Ein Dieb ist zwar im Kampf nicht so stark wie ein Krieger und kann auch nur leichte Rüstungen tragen, doch im Spiel liegen jede Menge mit Fallen versehener Truhen in der Gegend, die ein Dieb mit etwas Übung sicher entschärfen und öffnen kann.

Bei Kämpfen mit besonders starken Gegnern sollte man eine "Angriffs- und Rückzugstaktik" wählen.
Während die eigenen Lebenspunkte mit der Zeit von selbst regeneriert werden, heilen die Wunden der Feinde nicht.
Diesen Vorteil sollte man nutzen.

In Gilden kann man Aufträge für Nebenquests bekommen.
Man sollte mit allen Charakteren, die die Gilde betreten können, einzeln die Aufträge akzeptieren.
Wenn man z.B. drei Krieger hat, dann sollte man mit jedem extra in die Gilde gehen und den Auftrag akzeptieren.
Tut man dies nicht und erledigt den Auftrag, so erhält nur der Held, der den Auftrag akzeptierte, die Erfahrungspunkte und das Gold.

Wichtige Gegenstände, die sehr selten sind, sollte man nicht verkaufen, da man sie vielleicht später brauchen könnte.



Fakten und Zahlen zum Spiel (vgl. u.a. PC Joker 12/2000):

  • 10 originelle Rassen
  • 15 Berufe
  • über 30 Skills, ca. 60 rassen- und klassenspezifische Bonusfertigkeiten
  • insgesamt über 100 Zaubersprüche aus 6 Kategorien: Sun, Spirit, Moon, Vine, Fiend, Stone
  • über 100 Aufträge und optionale Nebenquests
  • über 100 gespächs- und handelsbereite NPCs
  • ca. 300 Waffen, Rüstungsgegenstände und Fundstücke
  • Fortbewegungsmöglichkeiten mit Floß, Pferd usw.
  • eine geschätzte Mindestspielzeit von 120 Stunden




  • Bilder

    Inventar    Fähigkeiten der Spielfigur    ein kleiner Plausch
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    Meine Bewertung:

    Grafik: 6
    Spielidee: 9
    Level-Design: 8
    Sound & Musik: 7
    Steuerung: 7
    Performance: 8

    Insgesamt : 4 für RPG-Gelegenheitsspieler, 9 für RPG-Veteranen




    Anregungen und Vorschläge


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