
Als bei der Markteinführung des K6-2 der "3DNow!-Hype" am größten
war, wurde der Prozessor zu einem wirklich fairen Preis angeboten.
Zu den damaligen Preisen der Pentium II CPU´s stand der K6-2 nie wirklich in Konkurrenz und war somit für kostenbewußte Käufer
attraktiv. Der Celeron ohne L2 Cache war zwar von den Leistungen her ein
durchaus ernstzunehmender Konkurrent, viel aber bei den Konsumenten durch - "Macht der Presse".
Wer sich noch an die Zeiten vor Einführung der K6-Serie erinnert, kann über die Preisgestaltung von Intel ein Lied singen. Warum sollte man sich auch die Gewinnspanne selber beschneiden?
Nur durch den Wettbewerb konnten sich die meisten von uns überhaupt
ein schnelleres System kaufen.
Der Celeron hat nur einen Zweck: AMD aus dem Geschäft zu drängen.Und dies gilt um so mehr, wenn man sich die Herstellungskosten des Celeron
ansieht, die um einiges höher liegen, als die des K6-2´s.
Ich behaupte: Ohne AMD´s K6-2 gäbe es keinen Celeron.
BX,EX,ZX66,ZX,LX und 810 Whitney, man könnte die Aufzählung
noch weiterführen. Wieviel Chipsätze bringt Intel noch unters
Volk?
In einem Leserbrief konnte ich die Kritik lesen, dass AMD mit dem Slot
A schon wieder eine propietäre Technik einführt. Nun, ohne die
"intelsche" Vorarbeit wäre dies nie möglich gewesen, und die
Technik, die hinter dem Design des Athlon steht (EV6 Protokoll), ist entsprechend
revolutionär - wie die Technik umgesetzt wird, steht auf einem anderen
Blatt.
The last stand - Das letzte Gefecht.
Ich wünsche es AMD nicht, aber wenn der Athlon und seine Nachfolger keine Erfolge werden,
dürfte es um AMD als unabhängiges Unternehmen geschehen sein. Die Verluste in den abgelaufenen Quartalen brachten AMD in arge Bedrängnis
und somit geht es um´s nackte Überleben. Alle Wellt redet über
das de fakto Monopol von Microsoft und den Aufstieg von Linux, dabei hat
Intel eine vergleichbare Machtstellung in der IT-Branche.
Noch im Juli 2000 offeriert Gateway kein Athlon-System in Deutschland.
